Lobby für nachhaltiges Bauen

1. Oktober 2009, 12:49
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"Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft" (ÖGNI) gegründet

Wien - Am vergangenen Dienstag feierte die "Österreichische Gesellschaft für nachhaltige Immobilienentwicklung (ÖGNI)" in Wien ihre offizielle Gründung. "Wir haben jetzt schon 72 Gründungsmitglieder, darunter viele große Namen der österreichischen Bau- und Immobilienwirtschaft" zeigte sich Philipp Kaufmann, einer der Proponenten, erfreut. Die ÖGNI sei damit "bestens aufgestellt, um einen wesentlichen Anreiz für nachhaltiges Bauen in Österreich zu schaffen," ergänzte sein Kollege im Proponententeam, WU-Professor Gunther Maier.

Kooperation mit Deutschen

Die Entscheidung der ÖGNI, ihr Zertifizierungssystem für nachhaltige Gebäude in Zusammenarbeit mit der "Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen" (DGNB) zu entwickeln, habe sich als richtig erwiesen. Durch diese Kooperation könne die ÖGNI sehr rasch auch in Österreich ein Zertifizierungssystem anbieten, das optimal auf den heimischen Markt angepasst ist.

"Das ausgefeilte Zertifizierungssystem der DGNB ist international auf dem Vormarsch: In China bereitet derzeit eine Partnerorganisation der DGNB eine länderspezifische Adaptation vor, mit Organisationen aus weiteren Ländern ist die DGNB in Verhandlung", heißt es in einer Aussendung. Die nächste Kooperation werde schon demnächst auf der Expo Real in München unterzeichnet werden. "Die Familie wächst rasch in Richtung Mittel- und Osteuropa. Das ist auch für die österreichischen Unternehmen wichtig, die ja dort stark engagiert sind," betonte Kaufmann. "Mit diesen Erweiterungen wird unsere Entscheidung für die internationale Anbindung der ÖGNI nur bestätigt", so Maier.

"Von der Branche für die Branche"

Durch die positive Resonanz aus der Branche könne auch das zweite wichtige Ziel der ÖGNI-Gründer, nämlich ein System "von der Branche für die Branche zur Verfügung zu stellen", erreicht werden. Bei der ÖGNI könne sich jeder einbringen, betonen die beiden Proponenten. Das sorge für die notwendige Akzeptanz in der Wirtschaft und werde dem zu verleihenden "Österreichischen Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen" (ÖGNB) die für einen langfristigen Erfolg nötige Reputation verschaffen. (red)

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