DER STANDARD hat 20 Prozent mehr Leser

1. Oktober 2009, 10:00
30 Postings

Ein Fünftel mehr Leser binnen eines Jahres weist die Media-Analyse dem STANDARD aus, das stärkste Plus aller Zeitungen - Bei Akademikern bleibt er Nummer 1, unter Kaufzeitungen hat er die jüngsten Leser - Reichweiten und Veränderungen als Download und mit Grafik

Wien - Wo sieht Horst Pirker noch Chancen für neue Printtitel? "Eine Qualitäts-Gratiszeitung wäre ein Feld", antwortete der Chef des Verlagsriesen Styria diese Woche. Die Media-Analyse (MA) käme ihm da entgegen: Ab sofort erhebt die wichtigste Umfrage über Medienkonsum auch kostenlose Blätter.

Eine Gratiszeitung hat Pirker neuerdings in Wien: Die Presse am Sonntag wird von der Auflagenkontrolle in dieser Rubrik geführt. Die Media-Analyse liefert dafür noch keine eigenen Reichweiten: Die Wochenendreichweite umfasst drei Quartale Samstags-Presse und ein Quartal Sonntag: 4,8 Prozent. Der Standard schafft mit seiner Samstagausgabe eine Wochenendreichweite von 6,7 Prozent.

Im Wochenschnitt hat sich der Vorsprung des der Standard weiter vergrößert: Fünf Prozent Reichweite vor einem Jahr wuchsen auf sechs Prozent in der Media-Analyse 2008/2009. 20 Prozent Plus in einem Jahr, von 352.000 Leserinnen und Lesern auf 421.000.

Der Presse weist die MA nun 3,8 Prozent und 265.000 Leser aus, ein Jahr zuvor waren es 3,6.

Der Uni-Standard

Bei Absolventen von Unis und Hochschulen hat der Standard den ersten Platz mit 23,2 Prozent Reichweite. Die Krone kommt hier auf 21,7, der Kurier auf 16,6 und Die Presse auf 14,7 Prozent.

Der Standard hat auch weiterhin die jüngsten Leser unter allen Kaufzeitungen des Landes: 41,6 Jahre sind die Leserinnen und Leser dieser Zeitung im Schnitt. Das neu gegründete Österreich hält bei 42,9. Die Presse mit 47,4 nahe dem Kurier mit 47,6 Jahren.

Heute wurde als Gratisblatt schon bisher mit erhoben, aber nicht ausgewiesen. Nun liefert die Media-Analyse dem Kleinformat erstmals Daten für Wien, Niederösterreich und Oberösterreich. Herausgeberin Eva Dichand kann auf quasi amtliche 35 Prozent Reichweite in Wien verweisen - zusammen mit der Krone des Schwiegervaters werden die Reichweiten gewaltig (mehr unter der Grafik).

Die Gesamtreichweite der Krone bleibt relativ ungerührt von Österreich, Heute & Co.: 41,3 Prozent österreichweit beim Publikum ab 14 Jahren. Ein Jahr zuvor wies ihr die Media-Analyse 42,2 aus.

Krone-Mediaprintbruder Kurier kommt auf 8,8 (vor einem Jahr: 8,7) Prozent. Konkurrent Österreich von Wolfgang Fellner hält bei 9,7 nach 9,8 Prozent.

Tiroler Gewinner

In den Bundesländern findet sich der einzige statistisch signifikante Gewinner dieser Media-Analyse nach dem Standard: Die Tiroler Tageszeitung legte binnen eines Jahres um zwölf Prozent beziehungsweise 0,5 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent Reichweite zu. Weiter westlich der einzig signifikante Verlierer: Die Neue Vorarlberger Tageszeitung verlor 38 Prozent ihrer Reichweite.

Die Kleine Zeitung für Kärnten und Steiermark kommt national auf 11,9 Prozent (11,7). Sie ist Motor der gesamten Styria von Horst Pirker. Überlegt Pirker womöglich, Die Presse als Gratisblatt? Pirker verneint: Vorbild sei eher die Styria-Gratiszeitung Zurnal24 in Slowenien. Womöglich eine Ergänzung für einen Zeitungsring, wenn die Styria die Tiroler Tageszeitung übernehmen darf. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 2.10.2009)

Share if you care.