Android: Externer Firmware-Entwickler will Google austricksen

28. September 2009, 11:22
4 Postings

"Cyanogen Mod" soll künftig ohne umstrittene Anwendungen ausgeliefert werden - Backup-Funktion erlaubt aber leichtes Übertragen

Da Googles mobiles Betriebssystem Android Open Source ist, hat sich in den letzten Monaten eine lebhafte Community zur Entwicklung von alternativen Firmware-Versionen entwickelt, mit verschiedensten Verbesserungen und Optimierungen will man den Handy-NutzerInnen neue Möglichkeiten an die Hand geben. Vor wenigen Tagen dann eine Nachricht, die die Szene grundlegend erschüttert: Google hatte dem Entwickler der beliebten "CyanogenMod"-Firmware eine Unterlassungsaufforderung zukommen lassen.  Die Argumentation: Mit der Firmware würden auch eine Reihe von Programmen ausgeliefert, die nicht als Open Source verfügbar sind und für deren Vertrieb der Autor keinerlei Lizenz besitze.

Auslieferung

Doch so einfach will man sich in der Firmware-Community nicht geschlagen geben: So hat der anonyme Entwickler hinter dem CyanogenMod nun seine weiteren Pläne bekannt gegeben, mit denen die Lizenzbeschränkungen von Google ausgetrickst werden sollen. So werde seine Firmware künftig nur mehr mit jenen Bestandteile ausgeliefert, die tatsächlich Open Source seien, alle nicht-freien Programm würden entfernt.

Backup

Allerdings will er ein neues Tool zur Verfügung stellen, das es ermöglicht Sicherungskopien der entsprechenden Anwendungen anzulegen - und sie nach dem Einspielen des CyanogenMods wieder einzuspielen. Da zu den umstrittenen Programmen auch der Android Market gehört, soll ein alternativer Zugang zum Online-Store integriert werden - für all jene Devices, die ohne "Google Experience" ausgeliefert werden.

Abwarten

Abzuwarten bleibt, wie Google auf diese Entwicklung reagiert, so ist durchaus denkbar, dass man auch das Erstellen von Sicherheitskopien und das Einspielen in eine andere Firmware für illegal hält. (apo, derStandard.at, 28.09.09)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.