Schlampige Verhältnisse

25. September 2009, 19:49
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Wir beschäftigen uns heute mit Geschichte, blicken wir also zurück

Wir beschäftigen uns heute mit Geschichte, blicken wir also zurück. Viele sind sich ja der Tatsache, dass dieser Karl der Kühne "der Großvater von Karl V. war, nicht mehr vollumfänglich bewusst", schrieben wir zur Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien. Genau genommen war er der Urgroßvater - zwischen ihm und Karl V. gab es die Ehen seiner Tochter Maria mit Maximilian I. und danach von Philipp des Schönen mit Johanna der Wahnsinnigen.

Wie schwierig die Ausflüge in die Welt der Museen sein können, erwies sich auch im Bericht über die Art-brut-Ausstellung "Kopffüßler und Mondfrau". Der Direktor des Gugging-Museums heißt Johann Feilacher, nicht Anton.

Der Wermutstropfen im Artikel, mit dem der Abschluss der Umstrukturierungsarbeiten im Wiener Belvedere rapportiert wurde: Das untere Schloss wurde vom Architektenteam Kuehn Malvezzi adaptiert, nicht jedoch auch die Orangerie. Für deren Erneuerung zeichnet Susanne Zottl verantwortlich.

Eine Erneuerung anderer Art haben Menschen im Sinn, wenn sie gegen Mahmud Ahmadi-Nejad, den im August offiziell installierten iranischen Präsidenten, auf die Straße gehen. In der vergangenen Woche geschah dies auch in Wien. Zwei Gruppen protestierten - Vertreter der Initiative Stop the Bomb und, ganz unabhängig von diesen, die Gemeinschaft zur Unterstützung für die Rechte aller IranerInnen. Die zweite Kundgebung konnte auch auf prominente Redner wie Alexander Van der Bellen verweisen, von den Grünen war die Demo aber eben nicht organisiert. Ahamdi-Nejad hat leider nicht reagiert, wie wir erkennen konnten. (Otto Ranft; DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26./27.09.2009)

 

 

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