Strafen für Burkaträgerinnen

25. September 2009, 16:58
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"Verstoß gegen Vermummungsgesetz": Rechtsextremer Bürgermeister heizt Debatte mit rassistischem Beschluss an

Rom - Die Gemeinde Montegrotto Terme bei Padua hat Strafen gegen Burkaträgerinnen beschlossen. Ein Bußgeld soll für die "Missachtung des Vermummungsverbotes" verhängt werden, so der Bürgermeister der Thermenstadt, Luca Claudio, Mitglied der rechtsextremen Partei "La Destra".

Die Burka, die Muslimas von Kopf bis Fuß bedeckt, sei in der Öffentlichkeit in Italien verboten, weil die Person dadurch nicht zu identifizieren sei, was die öffentliche Sicherheit gefährde, betonte der Bürgermeister nach Angaben italienischer Medien. Er bezog sich auf ein Dekret aus dem Jahr 1931. Demnach dürfe man sich in der Öffentlichkeit nicht so stark verschleiern, dass das Gesicht nicht mehr zu erkennen ist. Es handelt sich also um eine Art von Vermummungsverbot. Dieses Dekret müsse respektiert werden, so der Bürgermeister. Die Initiative Claudios wurde von etlichen VertreterInnen der islamischen Gemeinschaft in Italien als rassistisch bezeichnet. 

Thema schwelt in Italien

Das Thema Burka wird zur Zeit in Italien heftig debattiert. Die KundInnen eines Supermarkts in der Provinz Treviso hatten diese Woche heftig gegen eine komplett verschleierte Frau protestiert, die ihre Einkäufe erledigte. Der Direktor des Supermarktes wurde aufgefordert, die Frau vor die Tür zu setzen, dieser weigerte sich mit der Begründung, die Muslima sei seit Jahren eine Kundin. (APA)

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