Google geht gegen alternative Android-Firmware vor

25. September 2009, 13:03
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Entwickler des "CyanogenMod" bekommt Unterlassungsschreiben von der Rechtsabteilung des Unternehmens - Closed-Source-Anwendungen im Mittelpunkt

In den letzten Monaten hat sich rund um Googles mobiles Betriebssystem Android eine lebendige Community entwickelt, in der auch so manche alternative Firmware ihren Platz gefunden hat. Doch damit soll nun Schluss sein: Wie AndroidandMe berichtet, hat der Entwickler des beliebten "CyanogenMod" ein Unterlassungsschreiben aus der Rechtsabteilung des Softwareherstellers erhalten.

Closed Source

Denn zwar ist das Android-Betriebssystem selbst Open Source und kann so auch frei modifiziert werden, bei der offiziell ausgelieferten Version sind allerdings auch eine ganze Reihe von Closed-Source-Programmen dabei. Dazu gehören etwa Google Maps, GMail, aber auch der Android Market selbst. Google meint, dass diese im CyanogenMod ohne die nötige Lizenzierung verbreitet werden, die Firmware-Entwickler wollen sich diesem Argument freilich nicht anschließen, ist ihre Firmware doch ohnehin nur für jene Geräte geeignet, die schon jetzt mit Android ausgeliefert werden.

Petition

Die Fans der alternativen Firmware wollen diesen Schritt von Google nicht so ohne weiteres hinnehmen, so gibt es etwa im Android Market bereits eine eigene Petition, die das Unternehmen zu einer Änderung der eigenen Position bringen soll. Zusätzlich diskutiert man mögliche weitere Schritte, so wäre etwa denkbar, dass das CyanogenMod künftig ohne die umstrittenen Programme ausgeliefert wird - was natürlich den Wert erheblich reduzieren würde. Auch eine Reimplementation der problematischen Komponenten wurde bereits ins Spiel gebracht.

Firmware

Das CyanogenMod ist derzeit die wohl beliebteste alternative Firmware für Android-Handys, bietet sie doch einige zusätzliche Funktionen zur offiziellen Firmware und so manche Optimierung. So ist die aktuelle Entwicklungsversion bereits auf dem Code von Android 1.6 basiert, eine Version die Google selbst noch nicht ausgeliefert hat. (apo, derStandard.at, 25.09.2009)

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