Fraktionschefin tötete Fisch: Langjährige Abgeordnete verlässt die Grünen

22. September 2009, 17:39
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Renate Künast ließ sich beim Angeln filmen - Barbara Rütting: "Ich bin aufgeregt, unglücklich, und ich trage Trauer"

München - Die langjährige deutsche Grünen-Abgeordnete und Alterspräsidentin des bayerischen Landtags, Barbara Rütting, verlässt ihre Partei. Bei der Aufzeichnung der ARD-Sendung "Menschen bei Maischberger" sagte die 81-Jährige nach Angaben des Senders vom Dienstag: "Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Ich werde auch nicht grün wählen."

Rütting trägt Trauer

Stattdessen werde sie der Partei Mensch Umwelt Tier (MUT) ihre Stimme geben. Diese sie die einzige, die sich um Mensch, Umwelt und Tiere kümmere und eine radikale Friedenspolitik betreibe, sagte Rütting. "Ich bin aufgeregt, unglücklich, und ich trage Trauer."

Fisch tot, Rütting fassungslos

Den Ausschlag für ihren Austritt bei den Grünen habe ein TV-Auftritt der Fraktionsvorsitzenden Renate Künast im August gegeben. Dort ist nach Angaben der ARD-Sendung zu sehen, wie Künast einen Fisch angelt, ihn vom Haken löst und erschlägt. Auf ihrer Homepage bezeichnet Rütting das Video als ungeheuerlich. Sie sei fassungslos.

Geierwally

Rütting war bis Frühjahr dieses Jahres Alterspräsidentin des bayerischen Landtags. Dann legte sie ihr Mandat aus gesundheitlichen Gründen nieder. In jüngeren Jahren hatte die Schauspielerin zu den begehrtesten Filmstars des deutschen Nachkriegskinos gehört. Sie spielte unter anderem in "Die Geierwally" und "Die letzte Brücke" mit. Seit dem Ende ihrer Schauspielkarriere konzentriert sie sich auf ihr politisches Engagement und setzt sich für Tierschutz und gesunde Ernährung ein. (APA/AP)

Video

Renate Künast und der Fisch (ARD-Youtube-Channel, ab 09:20)

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    Fisch ermordet: Renate Künast

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    Trägt Trauer: Barbara Rütting

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