Inku-Zentrale übersiedelt

17. September 2009, 12:51
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Nach seiner Übernahme durch W & L. Jordan erwartet der Raumausstatter wieder ein ausgeglichenes Ergebnis, der Standort Klosterneuburg wird aufgelöst

Klosterneuburg - Der Raumausstatter Inku, der nach seiner Insolvenz im Februar vom deutschen Unternehmen W & L. Jordan GmbH übernommen worden ist, dürfte heuer wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erwarten. Zurzeit sei man etwa auf der Basis des Vorjahres, im Rumpfgeschäftsjahr 2009 erwarte die Inku einen Umsatz von rund 18 Millionen Euro, sagte Jörg Ludwig Jordan, Eigentümer und Geschäftsführer der W. & L. Jordan GmbH am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Klosterneuburg.

"Wir haben kontinuierlich die Umsätze steigern können", teilte Jordan mit. Für das kommende Jahr strebe man eine Steigerung auf etwa 25 Millionen Euro an. Trotz Wirtschaftskrise gebe es Wachstumspotenzial: "Es ist keine Booming-Branche, aber es wird eine solide, stabile Entwicklung geben", meinte er. Neuer Geschäftsführer der Inku Jordan GmbH in Österreich ist ab heute, Donnerstag, der Wiener Mario Freiberger, der zuvor beim Raumausstatter MHZ Hachtel und Co. als Vertriebsleiter und später als Geschäftsführer tätig war.

Schauraum bleibt zunächst

Mit Jahreswechsel werde die Inku-Zentrale vom bisherigen Standort Klosterneuburg in den Süden Wiens nach Wiener Neudorf übersiedeln, berichtete Jordan. Etwa 60 der aktuell über 90 Mitarbeiter sind von dem Umzug betroffen, laut der Geschäftsführung wird ein Großteil dieser dem Unternehmen folgen. In Klosterneuburg bleibt zunächst noch der Schauraum erhalten, binnen sechs Monaten wird aber auch dieser aufgelassen und ein anderer Standort im Norden Wiens gesucht, um den Ballungsraum der Bundeshauptstadt abzudecken.

Den Betrieb in der bisherigen Firmenzentrale weiterzuführen wäre betrieblich nicht tragbar gewesen, so der Geschäftsführer. Die Gründe dafür seien zu hohe Kosten, Ineffizienz des Gebäudes sowie die schlechte Anbindung an die Infrastruktur. Trotz großer Bemühungen des Unternehmens habe man sich mit dem Eigentümer des Geländes, dem Stift Klosterneuburg, sowie der Stadtgemeinde nicht einigen können. "Es ist sicher traurig, wenn man so einen Traditionsstandort verlassen muss, aber es ging nicht anders", betonte Jordan.

Zusätzlich zu den zwei Standorten in der Umgebung von Wien will Inku künftig in allen Landeshauptstädten mit regionalen Kundencentern und Schauräumen vertreten sein. In Graz und Innsbruck sei es bereits jetzt soweit, im Dezember werde eine Inku-Filiale in Salzburg eröffnet, informierte Freiberger. Bis Mitte/Ende 2010 wolle man dann alle Landeshauptstädte abdecken. (APA)

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