Zahl der Erstwähler so hoch wie noch nie

14. September 2009, 10:19
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3,5 Millionen junge Deutsche erstmals an den Urnen

Berlin - Noch nie zuvor waren in Deutschland so viele Erstwähler zur Bundestagswahl aufgerufen wie in diesem Jahr. Nach Angaben des Bundeswahlleiters können am 27. September rund 3,5 Millionen Deutsche erstmals ihre Stimme abgeben. Die 1,7 Millionen Frauen und 1,8 Millionen Männer stellen rund 5,6 Prozent der 62,2 Millionen wahlberechtigten Deutschen.

Die bevorzugten Parteien der Wähler bis 25 Jahre bei der Bundestagswahl 2005 waren laut repräsentativer Wahlstatistik die SPD (36,9 Prozent) und die Union (26,4 Prozent). Vor allem aber die kleinen Parteien profitierten von den jungen Urnengängern. 10,9 Prozent wählten die Grünen, 11,1 Prozent die FDP. Damit lagen die beiden Parteien bei den Jungwählern bis zu 2,8 Punkte über dem Bundesdurchschnitt. Für die Linke entschieden sich 7,8 Prozent der 18 bis 25-Jährigen. Das waren zwar 4,1 Punkte mehr als 2002, aber etwas weniger als das damalige Gesamtergebnis.

Niedrige Wahlbeteiligung

In der Gruppe der Jung- und Erstwähler lag die Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl 2005 mit 70 Prozent deutlich unter dem historisch schlechten Bundesdurchschnitt von 77,7 Prozent. Die niedrigste Wahlbeteiligung zeigte die Altersgruppe der 21- bis unter 25-Jährigen mit 66,5 Prozent. Ältere Menschen über 60 Jahren waren hingegen die aktivste Gruppe. Insgesamt zeigte die Wahlbeteiligung in den vergangenen Jahren, dass die politische Partizipation mit dem Alter steigt. (APA)

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