Neue Foltervorwürfe gegen CIA

5. September 2009, 13:52
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Türke berichtete von schweren Misshandlungen bei Verhören in Pakistan

Hamburg/Wien - Schwere Vorwürfe gegen den US-Geheimdienst CIA erhebt laut einem Bericht des am Montag erscheinenden deutschen Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" ein türkischer Islamist aus Langen in Hessen. Er sei von Verhörspezialisten des Dienstes - nach seiner Festnahme durch pakistanische Behörden im Juli 2007 - wochenlang mit Ketten und Schlagstöcken misshandelt worden, berichtete Hüseyin Ö. demnach dem deutschen Bundeskriminalamt (BKA) bereits im Dezember 2007. Die Verhörspezialisten hätten sich damals vor allem nach Plänen für Anschläge auf US-Einrichtungen erkundigt.

Auch der Ulmer Islamist Tolga D., der im Juni 2007 ebenfalls in Pakistan festgenommen worden war, berichtete laut "Spiegel" in einer Vernehmung, er sei 14 Tage lang von mutmaßlichen CIA-Mitarbeitern verhört worden. Wenn die Angaben stimmten, sei es "inakzeptabel, dass die CIA mit solchen Methoden operiert", sagte Verteidiger Gabor Subai. Ö. muss sich derzeit vor dem Oberlandesgericht Frankfurt verantworten, weil er der "Islamischen Jihad Union" (IJU) laut Anklage ein Nachtsichtgerät und ein Fernglas zukommen ließ. (APA)

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