Constantia Packaging winkt vorerst ab

31. August 2009, 16:01
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Entscheidung über Verkauf von Anteilen erst nach Vergleichsverhandlungen

In den letzten Tagen wurde ein möglicher Verkauf der AMAG in Ranshofen seitens des Verpackungskonzerns Constantia Packaging zum Wahlkampfthema in Oberösterreich. Die politische Diskussion dreht sich darum, was das Land im Fall eines Verkaufes machen sollte, um den Erhalt des Unternehmens zu sichern. SPÖ-Chef Erich Haider hatte einen Landeseinstieg gefordert, Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) lehnt dies vehement ab.

Der Vorstandsvorsitzende der Constantia Packaging, Hanno Bästlein, habe Pühringer nun mitgeteilt, dass bis auf weiteres keine einzige Aktie der AMAG verkauft werde. Das gab der Landeshauptmann in einer Presseaussendung am Montag bekannt. Pühringer schilderte, er habe Bästlein kontaktiert, da für Oberösterreich der Erhalt des Standortes und die Zukunft der AMAG in Ranshofen von größter Bedeutung sei. Der Vorstandsvorsitzende habe ihm erklärt, weder der Vorstand noch der Aufsichtsrat hätten sich mit einem Verkauf befasst, da im Mittelpunkt der Bemühungen derzeit eine Art Generalvergleich stehe, den man anstrebe.

Verhandlungen bis in den Spätherbst

Bei diesem Generalvergleich geht es über angebliche Ansprüche der Fries-Gruppe sowie der Immoeast an die Constantia Packaging D.B. Holland. Diese ist laut Pühringer die 91-prozentige Eigentümerin der Constantia Packaging AG in Wien, die wiederum 90-prozentige Eigentümerin der AMAG ist.

Bästlein habe angekündigt, diese Verhandlungen würden mindestens bis in den Spätherbst dauern. Daher sei man auch zu Verkaufsgesprächen weder ermächtigt, noch bereit und werde diese auch nicht führen. Ob die Constantia Packaging überhaupt Anteile verkaufe, werde sie nach den Vergleichsverhandlungen beraten.

Pühringer berichtete, er habe die Zusicherung erreicht, dass das Land Oberösterreich über den Verlauf der Verhandlungen beziehungsweise über einen beabsichtigten Verkauf rechtzeitig informiert werde. Es sei Beruhigung in der Belegschaft und in der Region notwendig und die sei vorerst mit der klaren Aussage von Vorstandsvorsitzenden Bästlein gegeben, stellte Pühringer fest. (APA)

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