Russisches "Wildes Feld" gewann Spielfilmpreis

31. August 2009, 13:34
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Israelische Doku über palästinensische Kämpferinnen erhielt Dokumentarfilm-Preis

Linz - Der russische Regisseur Mikhail Kalatosichvili hat mit seinem Streifen "Dikoe Pole" ("Wildes Feld") beim 22. Festival "Der neue Heimatfilm" in Freistadt die Jury überzeugt. Er gewann den mit 2.222 Euro dotierten Spielfilmpreis. Als bester Dokumentarfilm wurde die israelische Produktion "Shahida - Die Bräute Allahs" der Regisseurin Natalie Assouline ausgezeichnet. Eine Lobende Erwähnung ging an "Hans im Glück" von Claudia Lehmann, ein Portrait eines Berliner Musikers.

Für die dreiköpfige Jury ist "Dikoe Pole" ein "perfekter Film", der "mit einem tollen Drehbuch, überzeugenden Schauspielern und beeindruckenden Bildern ein liebevolles Stück Heimat erzeugt". An der Dokumentation "Shahida - Die Bräute Allahs" lobten die Preisrichter die "große Sachlichkeit und Fairness", mit der die junge israelische Regisseurin an die Materie heranging. Sie hatte palästinensische Attentäterinnen und deren Kinder im Gefängnis besucht und die Motive der Frauen unter die Lupe genommen.

Der Würdigungspreis der Stadt Freistadt ging ebenfalls an einen israelischen Filmemacher, Micha Shagrir, und seinen Streifen "Upper Austrians without Borders". Die Publikumswertung konnte die deutsch-bulgarisch-ungarisch-slowenische Koproduktion "Die Welt ist groß und Rettung lauert überall" von Regisseur Stephan Komandarev für sich entscheiden.

Das Festival freute sich heuer über reges Publikumsinteresse: Mit knapp 3.000 Gästen habe man um ein gutes Drittel mehr Filmfreunde begrüßen können als im Vorjahr, teilte die Leitung in einer Presseaussendung mit. Das 23. Festival "Der neue Heimatfilm" wird voraussichtlich Ende August 2010 stattfinden. (APA)

  • Lakonische Erzählung des  Alltags eines jungen Arztes in der von bisweilen bizarren Nomaden bewohnten Steppe Zentralasiens: "Wildes Feld"
    foto: festival

    Lakonische Erzählung des  Alltags eines jungen Arztes in der von bisweilen bizarren Nomaden bewohnten Steppe Zentralasiens: "Wildes Feld"

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