Weitere Flüge gestrichen

28. August 2009, 22:14
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"Keine Existenzbedrohung" - Fluglinie: Anpassung der Flugrouten und der Zeitpläne

Wien - Die schwer angeschlagene Billig-Fluglinie SkyEurope sorgt wieder für Aufsehen. Das börsenotierte Unternehmen, das in der Slowakei Mitte Juni Insolvenz angemeldet hatte, bestätigte, dass "einige" Flüge gestrichen wurden. Die betroffenen Passagiere seien bereits davon in Kenntnis gesetzt worden, hieß es Freitagabend. Wie viele Flüge gestrichen wurden, wohin diese fliegen sollten und ob noch weitere Streichungen folgen könnten war vom Unternehmen nicht zu erfahren. Betont wurde lediglich, dass "keine existenzbedrohlichen Probleme" vorliegen würden.

In der englischen Benachrichtigung der betroffenen Kunden heißt es, dass SkyEurope den Flug aufgrund einer Anpassung der Flugrouten und der Zeitpläne gestrichen hat. Laut einem verhinderten Fluggast ist es derzeit unmöglich bei der Hotline der slowakischen Fluglinie durchzukommen.

Erst heute hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass sie die Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal um eine Woche von heute auf 4. September verschieben muss. Dies sei notwendig, da die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Offenlegungsvorschriften aufgrund des Gläubigerschutzes, der ihrer Tochtergesellschaft SkyEurope Airlines a.s. gewährt wurde, angepasst werden müssten.

Seit 11. August fertigt der Flughafen Wien die Flieger von SkyEurope nicht mehr ab, da Gebühren ausständig sind. Flugreisende werden seitdem vom Wiener Flughafen aus mittels Bussen nach Bratislava gekarrt. Zuletzt hatte es auch geheißen, der Wiener Flughafen könnte die Schalter von SkyEurope schließen, dazu ist es aber noch nicht gekommen. 

Weniger als zwei Prozent der Flüge betroffen

Die jüngsten Streichungen von Flügen bei der schwer angeschlagenen Billig-Fluglinie SkyEurope würden weniger als zwei Prozent betreffen, teilte ein Sprecher Freitagabend mit. Von rund 2.500 monatlichen Flügen seien dies knapp 30 in der zweiten Septemberhälfte. Die betroffenen seien zudem informiert worden und hätten neben dem Recht auf Refundierung auch die Möglichkeit einer Umbuchung oder einer Gutschrift, hieß es weiter aus dem Unternehmen.

Wer von den betroffenen SkyEurope-Kunden umbucht oder die für ein Jahr gültige Gutschrift in Anspruch nimmt erhalte zudem einen Freiflug bis Mitte des kommenden Jahres. Abermals war man beim Unternehmen um Beruhigung bemüht: Es handle sich um eine "routinemäßige Anpassung der Kapazitäten" als Reaktion auf den "verlangsamten Markt". Dies sei bei Low-Cost-Carriern in regelmäßigen Abständen üblich. Außerdem seien nur sehr wenige Passagiere betroffen.

Die Streichungen der Flüge bei SkyEurope konzentrieren sich nicht auf spezielle Verbindungen. Es seien einige Flüge "herausgepickt" worden, so der Sprecher. (APA)

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