Bremen und Bilbao sind die Renner bei der Austria

28. August 2009, 14:18
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Duelle mit den Klubs aus der deutschen Bundesliga und der Primera Division sowie ein Ausflug auf die Insel Maderia warten auf die Veilchen

Wien - Der Wiener Austria ist das Losglück nach dem geschafften Einzug in die Europa-League-Gruppenphase treu gewesen. Mit Werder Bremen, Athletic Bilbao und Nacional Funchal bescherte "Glücksfee" Uwe Seeler den Violetten am Freitag eine attraktive Auslosung. Die Austria startet mit dem Auswärtsspiel am 17. September gegen den baskischen Club in die Gruppe L, am 1. Oktober wartet der erste Heimauftritt gegen die Kicker von der portugiesischen Blumeninsel.

Im Mittelpunkt des Interesses stehen aber natürlich die deutsch-österreichischen Duelle mit dem Arbeitgeber von Sebastian Prödl und Martin Harnik. "Werder Bremen bereitet mir sehr viel Freude. Es ist einerseits ein Österreicherclub mit Harnik und Prödl, zweitens ein Sympathieclub von mir. Mir gefällt die Spielweise und die Art, wie der Verein arbeitet", meinte ein zufriedener Austria-Coach Karl Daxbacher nach der Auslosung.

Kollektives Grinsen

Ein kollektives Grinsen hatte sich bei der Austria-Führungsetage breitgemacht, als Werder und nicht Teams wie Steaua Bukarest und Schachtjor Donezk als Gegner aus Topf 1 feststand. Mit Athletic und Nacional blieb dem aus Topf 2 gezogenem Cupsieger auch eine Reise nach Osteuropa erspart. "Eine bessere Gruppe hätten wir uns nicht wünschen können", urteilte Daxbacher.

Groß war die Freude über das Los auch im Lager des regierenden deutschen Cupsiegers aus der Hanse-Stadt. "Jeder Gegner hat seinen besonderen Reiz", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf, der beim UEFA-Cup-Aufeinandertreffen zwischen Werder und der Austria 1989 (5:0 in Bremen, 0:2 in Wien) als Spieler mit dabei war. "Das gilt vor allem für die deutsch-österreichischen Duelle. Vom Papier her haben wir gute Chancen, dennoch haben wir Respekt vor unseren Gegnern."

Revanchegelüste in Bilbao

In Bilbao erinnerte sich Präsident Fernando Garcia Macua nur ungern an das bis dato letzte Aufeinandertreffen mit den Österreichern. Auf dem Weg ins UEFA-Cup-Viertelfinale 2005 schaltete die Austria Athletic mit einem 2:1 im Estadio San Mames aus. "Das ist die Gelegenheit zur Revanche an dem alten Bekannten Austria Wien, der uns 2004/05 eliminiert hat", wurde Macua auf der Athletic-Website zitiert.

Die Basken haben in der Primera Division eine spezielle Stellung. Sie sind seit deren Gründung 1928 als einziger Club neben Rekordchampion Real Madrid und dem FC Barcelona noch nie aus der höchsten Spielklasse abgestiegen. Für die Europa League qualifizierte sich das Team von Trainer Joaquin Caparros als unterlegener Cup-Finalist. Gegner war jedoch Spaniens Double-Gewinner FC Barcelona.

Die Wiege des Weltstars

Nacional, der Ex-Club des auf Funchal geborenen Weltfußballers Cristiano Ronaldo, ließ in den Play-offs aufhorchen, als die Portugiesen mit Zenit St. Petersburg den UEFA-Cup-Sieger von 2008 ausschalteten. In der portugiesischen Meisterschaft ist Funchal, das im Ministadion Rui Alves (5.000 Plätze) spielt, mit einem Sieg und einer Niederlage beim FC Porto gestartet. Der 1910 gegründete Club belegte in der vergangenen Saison den vierten Endrang.

Die beiden besten Teams der zwölf Europa-League-Staffeln sowie die acht Gruppendritten der Champions League qualifizieren sich für die Runde der letzten 32 Teams. Im K.o.-System geht es weiter bis zum Finale am 12. Mai in Hamburg. (APA)

Termine zur Gruppe L:

17. September, 21.05:
Bilbao - Austria
Nacional - Werder

1. Oktober, 19.00:
Werder - Bilbao
Austria - Nacional

22. Oktober, 19.00:
Austria - Werder
Bilbao - Nacional

5. November, 21.05:
Werder - Austria
Nacional - Bilbao

3. Dezember, 19.00:
Austria - Bilbao
Werder - Nacional

16. Dezember, 21.05:
Bilbao - Werder
Nacional - Austria

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