Strabag SE: Analysten erwarten Umsatzplus

28. August 2009, 13:06
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Wien - Für die am Montag anstehenden Halbjahresergebnisse der österreichischen Strabag SE erwarten Analysten Zuwächse beim Umsatz und bei der Bauleistung. Das Nettoergebnis dürfte hingegen tiefrot ausfallen.

Die Wertpapierspezialisten der UniCredit, Raiffeisen Centrobank (RCB) und Erste Group schätzen durchschnittlich einen um 12,2 Prozent auf 5,358 Mrd. Euro gestiegenen Umsatz. Die Bauleistung sollte laut Konsensusprognose zum Vorjahr um 7,7 Prozent auf 5,705 Mrd. Euro anwachsen. Beim Betriebsergebnis (Ebit) wird hingegen eine weitere Verschlechterung von minus 28,4 in den ersten zwei Quartalen 2008 auf minus 44,4 Mio. Euro im Halbjahr 2009 gesehen.

Das Nettoergebnis nach Minderheiten dürfte noch deutlicher ins Minus abgerutscht sein. Hier erwarten die Experten im Schnitt einen Nettoverlust von 54,3 Mio. Euro, nachdem im Vergleichszeitraum noch ein leichter Nettogewinn von 1,0 Mio. Euro verbucht worden war.

RCB-Analyst Klaus Ofner rechnet nicht mit großen Überraschungen. Wichtig werde die weitere Entwicklung des Auftragsbuchs sein. Es habe in jüngster Vergangenheit "einige Aufträge" gegeben, außergewöhnliche Stornos seien nicht zu erwarten. Er empfiehlt die Strabag-Aktien zum "Kauf", sein Kursziel steht unter Bearbeitung.

Erste-Group-Wertpapierexperte Franz Hörl überarbeitet sein Kursziel für die Strabag-Titel derzeit ebenfalls und rät zum "Halten" der Aktien. Er rechnet mit besseren operativen Margen durch rückläufige Materialkosten.

Wenig Veränderung im operativen Bereich sieht UniCredit-Analyst Peter Bauernfried. "An organischem Wachstum ist wenig zu erwarten", so Bauernfried. Das Betriebsergebnis werde wegen des größeren Konsolidierungskreises deutlich negativer ausfallen. Er stuft die Aktie mit "Buy" ein und nennt ein Kursziel von 21,0 Euro. (APA)

 

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