Hadern mit schlechter Chancenauswertung

28. August 2009, 12:30
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Britische Presse zeigt sich von Rapid beeindruckt

Birmingham - Martin O'Neill, Trainer des englischen Fußball-Premier-League-Clubs Aston Villa, war nach dem Ausscheiden in der Europa-League-Quali gegen Rapid schwer gezeichnet. Der Nordire machte vor allem die mangelnde Chancenauswertung als Grund für den Abschied noch vor der Gruppenphase aus.

"Wir hätten aufsteigen müssen und die Partie schon entscheiden müssen, bevor Rapid das Tor gemacht hat", ärgerte sich O'Neill nicht nur wegen des vergebenen Elfers von Ashley Young und trauerte dem Weiterkommen nach. "Vor allem für die jungen Spieler wäre die Gruppenphase eine großartige Erfahrung gewesen."

Der Coach machte Young wegen des vergebenen Strafstoßes aber keine Vorwürfe. "Er hat gegen Liverpool einen Elfer verwandelt und war deswegen voller Selbstvertrauen", sagte der 57-Jährige, der grundsätzlich an der Leistung seiner Mannschaft wenig auszusetzen hatte. "Wir haben sehr gut gespielt", behauptete O'Neill.

Diese Einschätzung wurde von den britischen Medien nicht geteilt. "In Wahrheit haben die Österreicher den Aufstieg verdient, weil sie zweifellos hungriger nach dem Weiterkommen waren", schrieb die "Daily Mail". Die "Sun" verabschiedete Villa mit den Worten "Goodnight, Vienna. Goodbye Europe" aus dem Europacup und riet O'Neill, "zurück ans Reißbrett" zu gehen.

Für den "Guardian" war Rapid-Kapitän Steffen Hofmann im Villa Park "beeindruckend", für die "Times" die gesamte grün-weiße Mannschaft. "Aston Villa bezahlte den Preis dafür, Rapid einen leichten Start (Anm.: Wegen des 1:0 nach 16 Sekunden im Hinspiel) und ein starkes Finish ermöglicht zu haben."

Das Match in Birmingham weckte auch in Kroatien Interesse, zumal Nikica Jelavic der Matchwinner für Rapid war. "Jelavic versenkte Villa", schrieb "Jutarnji list" am Freitag, und das Internet-Portal "sportnet.hr" titelte in seinem Bericht über kroatische Legionäre im Ausland ähnlich: "Jelavic stürzte Villa". (APA)

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