70 Tote jährlich durch Wanderunfälle

27. August 2009, 10:54
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Pro Jahr verletzen sich rund 7.500 Menschen beim Wandern oder Bergsteigen - Stürze sind die häufigste Unfallursache

Wien - Rund 7.500 Menschen verletzten sich 2008 beim Wandern oder Bergsteigen in Österreich so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Für etwa 70 Personen jährlich endet eine Bergtour tödlich. Damit liegen Unfälle beim Wandern und Bergsteigen auf Platz sechs aller Sportarten, teilt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) in einer Aussendung mit.

Stürze am häufigsten

Unfallursache war bei mehr als drei Viertel der Verletzten ein Sturz, knapp jeder zweite Verletzte zog sich einen Knochenbruch zu, jeder Vierte eine Sehnen- oder Muskelverletzung. "Generell sind das Fußgelenk und der Knöchel am häufigsten betroffen: Das liegt vor allem an Unfällen durch Überknöcheln, Hängenbleiben oder Stolpern", erklärt Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im KfV.

Bekanntgabe von Weg und Ziel

Etwa 70 Wanderer und Bergsteiger sterben jährlich bei einer Bergtour durch einen Unfall. "Für einen Absturz ist man besonders gefährdet, wenn man vom Weg abkommt. Wandern abseits der Markierungen kann verhängnisvoll enden. Von Abkürzungen über freies Gelände ist dringend abzuraten", empfiehlt Dunzendorfer. Wichtig ist, jemanden im Tal über Weg und Ziel zu informieren, sodass im Notfall Bergrettungsteams gezielter suchen können.

Sicherheit durch gute Vorbereitung

Ist man vom markierten Weg abgekommen, sollte man umkehren und versuchen, wieder auf den Weg zurück zu finden. Damit es gar nicht soweit kommen kann, ist eine entsprechende Vorbereitung notwendig. Routenplanung und Wegbeschreibung müssen vorbereitet, sowie Informationen über Witterungsverhältnisse und etwaige Wetterumschwünge eingeholt werden. Von Bergtouren im Alleingang ist abzuraten: Beim Wandern sollte man mindestens zu zweit unterwegs sein, damit der Begleiter im Notfall erste Hilfe leisten und Hilfe holen kann. Auch die Mitnahme eines Mobiltelefons ist für diesen Zweck empfehlenswert. (red, derStandard.at)

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    Beim Wandern sollte man mindestens zu zweit unterwegs sein, damit der Begleiter im Notfall erste Hilfe leisten und Hilfe holen kann

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