Von König Stephan bis zum Schulbuchstreit

23. August 2009, 16:46
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In den letzten Jahren haben sich die Beziehungen zwischen Ungarn und der Slowakei stetig verschlechtert. Eckdaten des schwierigen Verhältnisses:

11.Jahrhundert Das Gebiet der heutigen Slowakei wird Teil des Königreichs Ungarn, unter König Stephan.

1918 Österreich-Ungarn zerfällt, die Tschechoslowakei entsteht.

1919 Tschechoslowakische Truppen besetzen das mehrheitlich von Deutschen und Ungarn bevölkerte Bratislava.

1920 Der Vertrag von Trianon legt die neuen Grenzen definitiv fest.

1938 Das mit Nazi-Deutschland verbündete Ungarn bekommt durch den "Wiener Schiedsspruch" die Südslowakei.

1945 Vertreibung von Ungarn durch die Beneš-Dekrete.

1968 Ungarns Armee marschiert mit den Warschauer-Pakt-Truppen in die Tschechoslowakei ein.

2006 Die rechte Slowakische Nationalpartei (SNS) beteiligt sich an der slowakischen Regierung.

Oktober 2007 Das slowakische Parlament erklärt die Beneš-Dekrete für "unantastbar" . Ungarns Präsident Sólyom protestiert da-gegen bei einem Besuch zu einer Denkmaleinweihung in der Slowakei. Bratislava kritisiert das Vorgehen Sólyoms scharf.

November 2008 Es kommt zu Verstimmungen, weil die slowakische Polizei brutal gegen rechtsradikale ungarische Fußballfans vorgegangen war. Zudem bricht ein Streit über den Gebrauch ungarischer Ortsnamen in slowakischen Geschichtsbüchern los.

Frühjahr 2009 Budapest protestiert gegen ein neues slowakisches Gesetz, das den öffentlichen Gebrauch der ungarischen Sprache in der Slowakei angeblich einschränkt. (lau)

 

 

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