"Können das Ergebnis umdrehen"

21. August 2009, 12:14
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Coach O'Neill bleibt Optimist - Höhere Villa-Niederlage wäre laut englischen Medien verdient gewesen

Wien - Das 0:1 gegen Rapid in der Europa-League-Qualifikation hat den englischen Fußball-Traditionsclub Aston Villa noch tiefer in die Krise gestürzt. Aufgrund der Niederlage am Donnerstag im Hanappi-Stadion kam der Verein aus Birmingham seit Februar in den vergangenen 18 Pflichtspielen nur zu zwei Siegen, zudem steht vor dem Rückspiel am Donnerstag im Villa-Park am Montag noch das schwierige Auswärtsspiel gegen Liverpool auf dem Programm.

Laut Trainer Martin O'Neill geht es bei den "Villians" dennoch aufwärts. "Im Vergleich zum 0:2 gegen Wigan am Samstag war das eine Steigerung", sagte der Nordire unmittelbar nach dem Rapid-Match. Seine Truppe habe aufgrund des eben erst erfolgten Saisonstarts noch körperliche Defizite. "Aber im Rückspiel werden wir fitter sein", versprach O'Neill.

Der 57-Jährige bezeichnete Rapid als "starke Mannschaft mit viel Leidenschaft und Selbstvertrauen", rechnet sich aber weiterhin gute Aufstiegschancen aus. "Wir sind noch immer im Spiel und können das Ergebnis in der nächsten Woche umdrehen. Wir hatten schon in diesem Match einige Chancen, haben daraus aber kein Kapital geschlagen", behauptete O'Neill.

Etwas anders bewerteten englische Medien den Spielverlauf. "Jelavic traf Sekunden nach Anpfiff per Kopf und sicherte seiner Mannschaft einen Sieg, der aufgrund der Dominanz im weiteren Spielverlauf verdient war", schrieb der "Daily Mirror" und bezeichnete Assistgeber Christopher Drazan als "ständige Bedrohung". Für die meisten englischen Medien war Drazan der stärkste Mann auf dem Platz, so wie auch für die "Sun", die den Flügelspieler zum "Man of the Match" kürte und außerdem behauptete, dass Rapid-Tor fiel "schneller als Usain Bolt durch seinen eigenen Garten rennen kann".

Laut "Daily Mail" war Aston Villa mit dem Resultat gut bedient. "Das 0:1 schmeichelte den Gästen. Angetrieben vom frühen Tor wuchs das Selbstvertrauen des passionierten Publikums so wie jenes ihrer Mannschaft. Und mit Schlusspfiff war es leichter zu argumentieren, dass Villa eine weit höhere Niederlage verdient gehabt hätte."

Selbst die Premier-League-erfahrenen englischen Medienvertreter zeigten sich von der Stimmung im Hanappi-Stadion angetan. "Die Rapid-Fans eröffneten die berüchtigte Rapid-Viertelstunde mit gewaltigem rhythmischen Klatschen, das das Stadion zum Erschüttern brachte", berichtete der "Telegraph". (APA)

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