Arbeiterkammer behauptet Preisschub

21. August 2009, 11:52
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AK hat durch flexible Verpackungen 35 Preisänderungen seit April festgestellt, im Schnitt von 16 Prozent

Wien - Seit der Einführung der flexiblen Verpackungsgrößen im April müssen die Konsumenten noch genauer auf die Preise schauen: Durch die Möglichkeit, Waren in beliebig großen oder kleinen Verpackungen anzubieten, kommt es laut Arbeiterkammer (AK) zu Preiserhöhungen.

Insgesamt wurden bisher 35 Produkte entdeckt, bei denen es zu Preisveränderungen aufgrund der neuen EU-Verordnung gekommen ist - gemessen an der Stichprobe entspricht das einem Anteil von 1,6 Prozent. 32 der Waren mit Preisveränderungen seien jetzt kleiner und teurer, hieß es am Freitag in einer Aussendung. Der durchschnittliche Preisanstieg liegt laut AK bei 16 Prozent.

Waschmittel und Müsli

Betroffen seien vor allem Waschmittel und Weichspüler, aber auch bei einem Müsli sei es zu Änderungen gekommen. Die Umstellung gehe "schleichend" vor sich, sagte AK-Konsumentenschützer Karl Kollmann. Angesichts der Änderungen fordert die AK die Hersteller auf, die geläufigen Größen beizubehalten. Den Konsumenten wird erneut geraten, die Grundpreise genau anzuschauen.

Oft sei dieser aber viel zu klein gedruckt, so die AK. Daher wird eine Mindestschriftgröße von vier Millimetern gefordert. Der Grundpreis solle immer halb so groß wie der Verkaufspreis sein und einheitlich auf Basis des Produktpreises berechnet werden. Weiters wird eine einheitliche Regelung für in Öl eingelegte Lebensmittel verlangt. Laut AK sollte es auch eine Grundpreisauszeichnung für Hygieneartikel wie Taschentücher oder Baby-Feuchttücher geben. (red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22./23.8.2009)

Kommentar

Verpackungsblöße - Von Andreas Schnauder

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