Sinkende Roaming-Erlöse drücken Mobilfunk-Umsatz

19. August 2009, 15:26
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Telekom Austria: Betriebsergebnis um 11,3 Prozent auf 296,5 Mio. Euro gesunken

Die Umsatzerlöse im Segment Mobilkommunikation der Telekom Austria fielen in den ersten sechs Monaten 2009 geringfügig um 1,2 Prozent auf 1,59 Mrd. Euro - vor allem aufgrund geringerer Erlöse aus Kroatien, Bulgarien und Österreich. Das sei auf das Auslaufen der nationalen Roaming-Vereinbarung in Kroatien sowie geringere internationale Roaming-Erlöse zurückzuführen, erklärte TA-Chef Hannes Ametsreiter.

Währungseffekte

Der negative Währungsumrechnungseffekt belief sich auf 28 Mio. Euro. Auf lokaler Währungsbasis ist der Umsatz um 0,5 Prozent gestiegen. Das EBITDA verringerte sich im ersten Halbjahr 2009 um 5 Prozent auf 620 Mio. Euro, da höhere EBITDA-Beiträge aus Weißrussland und die Reduktion der Verluste im Zusammenhang mit der Aufnahme der operativen Tätigkeit in Serbien und Mazedonien die geringeren Beiträge aus Bulgarien, Kroatien und Slowenien teilweise ausgleichen konnten.

Das Betriebsergebnis im Mobilfunk sank im ersten Halbjahr 2009 um 11,3 Prozent auf 296,5 Mio. Euro im Vergleich zu 334,2 Mio. Euro.

Gegenwind

In Kroatien spürt die dortigen TA-Mobilfunktochter Vipnet nun auch von staatlicher Seite Gegenwind: Teil eines kürzlich vom Parlament beschlossenen Krisenpakets ist nämlich auch eine gezielte zusätzliche Besteuerung der Mobilfunkunternehmen im Lande: Alle Mobilfunker müssen künftig 6 Prozent ihrer Einnahmen aus Sprachtelefonie, SMS und MMS an den Staat abführen. Für Mobilkom-Chef Ametsreiter ist das eine "klare Diskriminierung" der Branche, man habe bei den zuständigen Regierungsstellen bereits die Bedenken dagegen vorgetragen. Diese Entwicklung sei "nicht konform mit dem, was in der EU üblich ist", so Ametsreiter.

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