US-Studenten verschmähen MacBooks

19. August 2009, 14:19
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Netbooks setzten teuren Geräten in Krisenzeiten zu

US-Studenten, die sich im Rahmen der spätsommerlichen Back-to-School-Einkäufe einen neuen Laptop zulegen, werden dieses Jahr Mac-Notebooks weitgehend verschmähen. Maximal 17 Prozent Marktanteil für Apple stellt eine Studie des Elektronik-Marktplatzes Retrevo in Aussicht, was jedenfalls unter dem im Vorjahr von Marktforschungsunternehmen NPD gemeldeten Wert liegen würde. Im Aufwind sind dagegen Netbooks - mehr als ein Drittel der Studenten planen, auf die kompakten Leichtgewichte zu setzen. Dabei spielt der Preis eine gewichtige Rolle - die Apple-Geräte sind gerade in Krisenzeiten einfach zu teuer.

Längere Akkulaufzeiten gewünscht

"Die Studenten haben uns gesagt, dass sie längere Batterielaufzeiten, kleinere Größen und leichtere Geräte wollen", so Retrevo-CEO Vipin Jain. Das spricht an sich schon für Netbooks, doch dass 34 Prozent der kaufwilligen Studenten ein solches Gerät erwerben wollen, hat noch einen weiteren Grund. "Nur 18 Prozent haben ein Budget von über 1.000 Dollar. Netbooks sind leistbar, manche kosten nur 170 Dollar. Dagegen gibt es Apple-Laptops ab 949 Dollar", sagt Jain. Apples Preispolitik, die dem Unternehmen laut NPD im Juli und August 2008 bei einem Anteil von 20 Prozent an den US-Laptopverkäufen über ein Drittel des Umsatzvolumens beschert hatte, könnte also dieses Jahr nach hinten losgehen. "Zu einer Zeit, in der es vielen Leuten ökonomisch schlecht geht, ist es nicht nötig, einen neuen Apple-Laptop zu haben", sagt Jain.

Gutes Geschäft normalerweise

Traditionell ist das amerikanische Back-to-School-Geschäft für Apple im Bereich Laptops stets erfolgreich. Dieses Jahr dürfte es laut Retrevo etwas anders kommen. Zusätzlich zu jenen Studenten, die ein Netbook kaufen wollen, bekennen sich weitere 49 Prozent definitiv zu Windows-Notebooks. Selbst, falls der gesamte Rest von 17 Prozent sich letztendlich für ein MacBook entscheiden würde, läge Apple damit klar unter dem Back-to-School-Marktanteil vom Vorjahr. Der Preisdruck auf Apple dürfte indes noch weiter ansteigen. Immerhin sind dank neuen Prozessoren wie Intels CULV relativ günstige, ultradünne Notebooks klar im Kommen. Wenngleich IDC-Analystin Eszter Morvay noch im März gegenüber pressetext gemeint hatte, Apple sei "der einzige Hersteller, der immer noch mit einem hohen Kostenpunkt durchkommt", könnten diese Zeiten also dem Ende entgegengehen. (pte)

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