Wiener Börse am Mittwoch schließt leichter

19. August 2009, 17:48

Telekom Austria nach Zahlen im Fokus - Wienerberger geben am Nachmittag deutlich nach

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei hohem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 11,53 Punkte oder 0,49 Prozent auf 2.346,54 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund acht Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.339 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,16 Prozent, DAX/Frankfurt -0,35 Prozent, FTSE/London +0,08 Prozent und CAC-40/Paris -0,01 Prozent.

Belastet von schwachen Vorgaben aus China waren die europäischen Märkte mit klaren Verlusten in den Handel gestartet. Vor dem Hintergrund von überraschend geringen Abschlägen zur Eröffnung an den US-Börsen konnten die Aktienmärkte am Nachmittag europaweit ihr Minus noch klar eingrenzen. Am heimischen Aktienmarkt sorgten neben einer Reihe von Ergebnisvorlagen zahlreiche aktuelle Analystenkommentare für Handelsimpulse.

Im Fokus der Anleger standen nach der Vorlage von Halbjahresergebnissen die Aktien der Telekom Austria. Trotz unter den Erwartungen ausgefallener Zahlen konnten die Werte um 4,95 Prozent auf 11,23 Euro zulegen. Zur Begründung der Kursgewinne verwiesen Marktteilnehmer auf die überraschende Bestätigung des Ausblickes. In seinem Ausblick hat das Unternehmen bekanntgegeben, an seinem Ziel, im Gesamtjahr ein Betriebsergebnis (EBITDA) von rund 1,9 Mrd. Euro zu erwirtschaften, festzuhalten. Die Analysten hatten eher mit einer Gewinnwarnung bei der Präsentation der Halbjahreszahlen gerechnet, hieß es aus dem Handelsraum.

Wienerberger geben ab

Nach einer Berg- und Talfahrt schlossen die Wienerberger-Werte mit einem Abschlag von 3,14 Prozent bei 13,86 Euro. Ein Händler sprach im Zusammenhang mit den Verlusten von Gewinnmitnahmen nach den gestrigen Kurssprüngen von rund 18 Prozent. Nach Durchsicht der gestern vorgelegten Ergebnisse haben zahlreiche Analysten aktuelle Anlageempfehlungen veröffentlicht. Die Einschätzungen schwanken zwischen "Sell" und "Buy", die Bandbreite für die Kursziele liegt bei 8,50 bis 16,00 Euro.

Am Tag ihrer Ergebnisvorlage zum ersten Halbjahr schlossen die Anteilsscheine des Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann mit einem Minus von 2,68 Prozent auf 23,60 Euro. Ebenfalls nach der Veröffentlichung der Zahlen zu den ersten sechs Monaten beendeten die Aktien des Kartonherstellers Mayr-Melnhof den Handel mit einem minimalen Kursverlust von 0,01 Prozent bei 67,99 Euro.

Voest legen zu

Unter den Schwergewichten verteuerten sich voestalpine um 0,98 Prozent auf 20,63 Euro. OMV gingen mit einem Plus von 0,96 Prozent bei 27,32 Euro aus dem Handel und Verbund gewannen 2,16 Prozent auf 34,54 Euro. Die Analysten von Goldman Sachs haben das Kursziel leicht von 42,6 auf 43,0 Euro angehoben. Die Einstufung "Neutral" wurde beibehalten.

Daneben wurden aktuelle Analystenstudien zu Intercell, Christ Water und Semperit publiziert. Intercell verloren 0,51 Prozent auf 25,42 Euro, Christ Water gaben um 1,20 Prozent auf 2,47 Euro nach und Semperit gewannen 2,19 Prozent auf 21,46 Euro.

Die heimischen Bankenwerte zählten zu den größten Verlierern im prime market. Erste Group notierten zu Handelsende mit einem Kursverlust von 3,24 Prozent bei 26,30 Euro und Raiffeisen International fielen um 3,39 Prozent auf 34,78 Euro.

Die zehn größten Kursgewinner

      1. KTM POWER SPORTS AG               +9,94 Prozent
2. AGRANA BETEILIGUNGS-AG +7,51 Prozent
3. TELEKOM AUSTRIA AG +4,95 Prozent
4. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG +3,02 Prozent
5. CA IMMO INTERNATIONAL AG +2,86 Prozent
6. BWIN INT. ENTERT. AG +2,44 Prozent
7. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE +2,21 Prozent
8. SEMPERIT AG HOLDING +2,19 Prozent
9. VERBUNDGESELLSCHAFT AG KAT. A +2,16 Prozent
10. KAPSCH TRAFFICCOM AG +1,30 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

      1. OTTAKRINGER BRAUEREI AG ST        -6,25 Prozent
2. PANKL RACING SYSTEMS AG -5,63 Prozent
3. ANDRITZ AG -4,05 Prozent
4. SKYEUROPE HOLDING AG -3,70 Prozent
5. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG -3,39 Prozent
6. ERSTE GROUP BANK AG -3,24 Prozent
7. WIENERBERGER AG -3,14 Prozent
8. SCHOELLER-BLECKMANN AG -2,68 Prozent
9. STRABAG SE -2,54 Prozent
10. IMMOEAST AG -2,54 Prozent

(APA)

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