Eskimos helfen US-Banken aus der Patsche

17. August 2009, 18:08
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Wien - An der Entsorgung der toxischen Wertpapiere aus den US-Bilanzen sollen sich, wie berichtet, Privatinvestoren beteiligen. Mit dem Eskimo-Stamm der Inupiat aus Alaska wurden jetzt Großinvestoren für dieses Programm gefunden. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, wird der Stamm im Rahmen des Public-Private-Investment-Program (PPIP) zehn Millionen Dollar (7,1 Mio. Euro) in illiquide Wertpapiere investieren. Die Investition erfolgt über den Mischkonzern Arctic Slope Regional, der sich im Eigentum der Inupiat befindet.

Für das PIPP war ursprünglich war ein Volumen von bis zu 1000 Mrd. Dollar angedacht. Gestartet wird im Herbst vorerst mit 40 Mrd. Dollar. Die US-Regierung hat für dieses Projekt neun Fondsgesellschaften ausgewählt - darunter Blackrock, Invesco oder GE Capital Real Estate. Eine Bedingung Washingtons lautet, dass die jeweiligen Fondsmanager mit Gesellschaften zusammenarbeiten, die entweder klein oder von Frauen, ethnischen Minderheiten oder Kriegsveteranen geleitet werden.

Auch China will sich am Rückkauf-Modell beteiligen. Der staatliche Fonds CIC soll bis zu zwei Mrd. Dollar in US-Hypothekenpapiere investieren, heißt es. Mit Christopher Williams nimmt auch ein Ex-Lehman-Banker am PPIP teil. Williams war einst Experte für die Strukturierung von Schuldenfinanzierungen und hat jetzt seine eigene Investmentbank. (bpf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.8.2009)

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