Hilfsorganisation: Kritische Situation in Flüchtlingslagern

14. August 2009, 18:37
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CARE: Monatlich flüchten rund 6.500 Menschen aus dem vom Krieg gebeutelten Somalia

Bonn - Der Zustrom von monatlich mehreren tausend Flüchtlingen aus Somalia nach Kenia hat die kritische humanitäre Situation in den Lagern im Land weiter verschärft. Eines der größten Flüchtlingslager der Welt in Dadaab platze aus allen Nähten, sagte der Vorsitzende der Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg, Heribert Scharrenbroich, am Freitag in Bonn. "Die Menschen hausen unter unwürdigen Bedingungen." Die Zahl der Flüchtlinge in den drei Lagern im Nordwesten Kenias werde bald 300.000 erreichen, monatlich flüchteten rund 6.500 aus dem vom Krieg gebeutelten Somalia.

Zwar versuchten die Helfer in Kenias Flüchtlingslagern unermüdlich, Wasserleitungen zu reparieren und die Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. "Doch die Lager sind für solche Flüchtlingsmassen nicht ausgestattet", sagte Scharrenbroich. Mit Blick auf den Tag der Humanitären Hilfe der Vereinten Nationen, der am 19. August zum ersten Mal begangen wird, appellierte er, den Flüchtlingen zu helfen.

Seit Anfang Mai kämpfen Regierungstruppen und radikalislamische Milizen in Somalia in den schwersten Auseinandersetzungen seit langem. Seit 1991 gibt es in Somalia keinen funktionierenden Staat mehr. (APA/dpa)

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