USA beliebtestes Land beim Schüleraustausch

10. August 2009, 11:23
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95 Prozent der TeilnehmerInnen aus Gymnasium - SchülerInnen stammen meist aus sehr guten finanziellen Verhältnissen

Die USA bleiben bei längeren Schüleraufenthalten im Ausland das mit Abstand beliebteste Ziel. Rund 8760 Mädchen und Jungen aus Deutschland verbringen das kommende Schuljahr in den Vereinigten Staaten, ergab eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Berliner Recherchen-Verlags unter den rund fünfzig Austauschorganisationen. Im Schuljahr davor waren es mit 8200 noch deutlich weniger Schüler. Auch in anderen englischsprachigen Ländern gebe es einen Anstieg der Schülerzahlen: Vor allem Kanada, Neuseeland, Australien, aber auch England und Irland zählten hier zu den beliebtesten Zielen.

Wie die Befragung weiter ergab, besuchen 95 Prozent der Teilnehmer an einem Austauschjahr das Gymnasium, Real- oder Hauptschüler seien dagegen kaum vertreten. Das entscheidende Kriterium, welcher Schüler ein Jahr im Ausland verbringen darf, ist demnach neben der Schulart der Geldbeutel der Eltern: Drei Viertel aller Teilnehmer stammten aus "sehr guten" bis "gehobenen" finanziellen Verhältnissen. Obwohl zwei Drittel der Austauschorganisationen Stipendien vergeben, liege die Finanzierung der Auslandsaufenthalte im Wesentlichen bei den Eltern.

Nach Angaben des Recherchen-Verlags zeichnet sich nach dem Anstieg in den vergangenen Jahren für das Schuljahr 2010/2011 ein Rückgang bei den Teilnehmerzahlen ab. Dies berichteten die Austauschorganisationen auf Grund ihrer Erfahrungswerte mit den bisherigen Anfragen. Als Grund werde die Finanzkrise angenommen. Aber auch die Verkürzung der Gymnasialzeit in vielen Bundesländern von neun auf acht Jahre spiele eine Rolle. Viele Schüler hätten die Sorge, durch den Auslandsaufenthalt ein Jahr zu verlieren. (AFP)

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    Neben den USA sind die Überseestaaten Kanada, Neuseeland und Australien unter Schülern sehr begehrt.

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