Grazer müssen zu Metallist Charkiw

7. August 2009, 14:40
37 Postings

Es hätte schlimmer kommen können, dennoch erwartet die Foda-Truppe ein heißer Tanz

Graz - Sturm Graz ist am Donnerstagabend mit einem überzeugenden 5:0-Heimsieg über Petrovac souverän in die vierte und letzte Qualifikationsrunde der Fußball-Europa-League aufgestiegen. Im Play-off am 20. und 27. August wartet nun aber ein überaus unangenehmer Gegner auf die Steirer: Die Auslosung am Freitagnachmittag im UEFA-Sitz in Nyon bescherte den "Blackies" den ukrainischen Vertreter Metallist Charkiw.

"Vom Namen her ist Charkiw nicht so ein attraktiver Name wie der HSV, hat aber sicher dieselbe Qualität wie die Hamburger. In der abgelaufenen Saison haben sie ja ihre UEFA-Cup-Gruppe gewonnen und dann auch noch Sampdoria Genua mit zwei Siegen ausgeschaltet. Das ist also kein leichter Gegner, doch einen solchen gab es für uns bei der Auslosung ohnehin nicht mehr", analysierte Sturm-Coach Franco Foda.

Im Vorjahr im Achtelfinale

Der Dritte der abgelaufenen ukrainischen Meisterschaft war im März dieses Jahres erst im UEFA-Cup-Achtelfinale gescheitert. Gegen den Premier-Liga-Rivalen und späteren Meister Dynamo Kiew gewann Charkiw zwar das Rückspiel vor eigenem Publikum 3:2, da das Hinspiel aber 0:1 verloren worden war, stieg Kiew aufgrund der Auswärtstorregel auf. Dynamo traf dann im Halbfinale erneut auf einen ukrainischen Rivalen, den späteren UEFA-Cup-Sieger Schachtjor Donzek - ein weiterer klarer Beweis, wie stark die Clubs aus der ehemaligen Sowjet-Republik sind.

"Wir müssen uns gut vorbereiten und werden alles versuchen, um auch diesen Gegner zu schlagen. In zwei Spielen ist alles möglich. Wir haben auch die Qualität, Charkiw zu schlagen, wenn wir zweimal an unsere Leistungsgrenze gehen", lautete die Ansage von Foda, der sich nicht vorstellen kann, dass Charkiw das Duell mit seinem Team auf die leichte Schulter nehmen werde. "In dieser Phase unterschätzt keine Mannschaft einen Gegner. Jeder weiß, um was es geht, denn schließlich hat man durch das Erreichen der Gruppenphase sechs Spiele in der Europa League fix und kann viel Geld verdienen."

Sturm-Präsident Hans Rinner wies in einer ersten Reaktion ebenfalls auf die Qualität des Gegners hin. "Ich weiß nicht, ob die Mannschaft von Charkiw noch dieselbe wie jene in der abgelaufenen Saison ist. Wenn dem aber so ist, dann wird das eine fast unlösbare Aufgabe für uns", meinte der Club-Boss, hatte aber trotzdem Hoffnung. "Das Schöne ist, dass wir zuerst das Heimspiel haben und im Fußball alles möglich ist. Aufgeben tut man nur einen Brief!" (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    FC METALLIST CHARKIW:

     

    Gegründet: 1925

     

    Club-Farben: gelb-blau

     

    Stadion: OSK Metalist (41.500 Zuschauer)

     

    Club-Präsident: Alexander Jaroslawski

     

    Trainer: Myron Markewitsch (seit Sommer 2005)

     

    Bekannteste Spieler: Jonathan Maidana (ARG/Abwehr), Sergeij

    Waljajew, Valentin Sliusar (beide Mittelfeld), Jaja (BRA/Angriff)

     

    Erfolge:

    Dreimal Dritter in der ukrainischen Liga 2007, 2008, 2009 Pokalsieger in der Sowjetunion 1988, UEFA-Cup-Achtelfinalist 2008/09

    Aktuell nach drei Runden Tabellenfünfter nach zwei Siegen und einer Niederlage mit sechs Punkten (Torverhältnis 3:2)

     

    Weg in die Europa-League-Qualifikationsrunde: 1. Runde, 2. Runde: Freilose 3. Runde: HNK Rijeka 2:1 (a), 2:0 (h)

Share if you care.