"Vorwurf ist Wahnwitz"

7. August 2009, 19:00
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Norbert Gertner wehrt sich gegen Untreueverdacht der Staatsanwaltschaft Wien

Wien - Norbert Gertner, Ex-Immofinanz-Vorstand und Ex-Vorstand der Constantia Privatbank (CPB) weist den Vorwurf zurück, er habe über Scheinrechnungen Geld von der Immofinanz abgezogen.

Dieser Vorwurf sei "vollkommen unrichtig" und "Wahnwitz", erklärte er der APA, nachdem der STANDARD am Freitag von Ermittlungen der Justiz wegen des Verdachts der Untreue gegen ihn, Karl Petrikovics und Helmut Schwager berichtet hatte. Es geht in Summe um 750.000 Euro, und es gilt die Unschuldsvermutung.

Gertner gab nun an, der Immofinanz AG Aktien zum damals aktuellen Börsenkurs verkauft und in Rechnung gestellt zu haben; dafür gebe es Aufsichtsratsbeschlüsse, Staatsanwaltschaft und Finanzbehörden seien über alle Details informiert. (Die Justiz behauptet, dafür gebe es bislang keine Belege.)

Bei der Kapitalerhöhung der Immoeast 2003 habe der Aufsichtsrat ihm das Recht eingeräumt, sich über Fremdfinanzierung mit zwei Prozent an Immoeast zu beteiligen, die Aktien seien treuhändig von einer CPB-Beteiligungsgesellschaft gehalten worden, erklärte Gertner die Vorgänge.

Dann sei aber aufgrund der hohen Nachfrage der Anteil der Immofinanz an der Immoeast unter 50 Prozent gefallen, was die Vollkonsolidierung unmöglich gemacht hätte. Um der Immofinanz zum Bilanzstichtag wieder einen Anteil über 50 Prozent zu sichern, habe er seine Aktien an die Immofinanz verkauft, obwohl er sie lieber langfristig behalten hätte.

Der von ihm lukrierte Betrag sei "ein Bruchteil" der kolportierten 750.000 Euro. (APA, gra, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8./9.8.2009)

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