"Florian ist angestiftet worden"

7. August 2009, 11:17
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100 Menschen trauerten vor Merkur-Markt - Kundgebung verlief ohne Zwischenfälle

Die Trauerkundgebung für den 14-jährigen Florian P. am Donnerstagabend vor dem Merkur-Markt in Krems ist ohne Zwischenfälle verlaufen. Das hat Magistratsdirektor Karl Hallbauer am Freitag auf Anfrage bestätigt. Etwa 100 Personen hatten teilgenommen.

Kremser Jugendliche hatten bereits am Mittwoch per Rund-SMS zu der Veranstaltung aufgerufen, die nicht angemeldet war, aber auch nicht untersagt wurde. Wegen der durchaus aufgeheizten Stimmung wurde von der Anwesenheit uniformierter Polizisten bei der Kundgebung Abstand genommen worden. Wie Hallbauer selbst verfolgten freilich auch Beamte in Zivil das Geschehen. 

Freund Mario: "Florian war wie ein kleiner Bruder"

Wie etwa 100 andere vorwiegend junge Menschen hat auch Florian P.s Freund Mario an der Trauerkundgebung teilgenommen. Er äußerte die Vermutung, dass der 14-Jährige in den für ihn letztlich tödlichen Einbruch "hineingezogen" worden ist.

In einer Clique von etwa 15 bis 20 Personen sei Florian für ihn "wie ein kleiner Bruder" gewesen, so Mario. Natürlich habe der 14-Jährige "ab und zu Blödsinn gemacht". Eine Aktion wie ein Einbruch in den Supermarkt sei ihm jedoch nicht zuzutrauen gewesen. "Meine Vermutung: Er ist angestiftet worden." Marios Freundin assistiert: "Auf die Idee kommt kein 14-Jähriger."

Florian sei ein "ruhiger Typ" gewesen, ein "guter Mensch" und "hilfsbereit", charakterisierte der 21-Jährige den tödlich getroffenen Jugendlichen. Der Einbruch in den Merkur-Markt am Mittwoch in den frühen Morgenstunden sei "unnötig" gewesen. "Das hätten sie (Florian und der noch 16-jährige R.) wirklich nicht machen müssen." (APA)

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