Analysten erwarten Verlustausweitung

3. August 2009, 14:24
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Deutsche Analysten pessimistischer als österreichische - Einsparungen dürften erst später greifen

Wien - Analysten errechnen für die am morgigen Dienstag zur Veröffentlichung erwarteten Halbjahresergebnisse der Austrian Airlines-Gruppe (AUA) einen geringeren Umsatz sowie nocheinmal zum Teil drastisch schlechtere Ergebniszahlen. Der Umsatz im ersten Halbjahr 2009 wird im Mittel der Schätzungen von Sal. Oppenheim, Raiffeisen Centrobank (RCB) und UniCredit bei 952,8 Mio. Euro gesehen. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 entspräche das einem Minus von 16,6 Prozent.

Das operative Ergebnis (Ebitda) wird den Durchschnittsprognosen zufolge um 79 Prozent auf 21,70 Mio. Euro gesunken sein. Das Betriebsergebnis (EBIT) sollte den Analysten zufolge weiter einbrechen: Verbuchte die AUA im Halbjahr 2008 noch einen EBIT-Verlust von 27,30 Mio. Euro, gehen die Experten nun im Schnitt von einem Betriebsergebnis von minus 118,30 Mio. Euro aus. Der Nettoverlust soll sich den Schätzungen zufolge von 48,9 Mio. Euro auf 140,80 Mio. Euro ausweiten.

Dabei ist hervorzuheben, dass die Experten von Sal. Oppenheim besonders skeptisch auf die Halbjahresergebnisse blicken. Sie erwarten mit minus 189,50 Mio. Euro einen weitaus höheren Nettoverlust als ihre Kollegen der RCB (minus 115,0 Mio. Euro) oder UniCredit (minus 118,0 Mio. Euro). Auch beim Betriebsgewinn (minus 171,0 Mio. Euro) sehen sie deutlich schwärzer als die Experten der RCB (minus 91,9 Mio. Euro) und UniCredit (minus 92,0 Mio. Euro).

Die Analysten der UniCredit begründen die Erwartungen zum einen mit der weltweiten schwachen konjunkturellen Wirtschaftslage und damit einhergehenden rückläufigen Passagierzahlen. Zum anderen hatten aber auch die von der AUA durchgeführten Kostensenkungsmaßnahmen wohl noch keinen signifikanten Effekt auf die Halbjahresergebnisse. (APA)

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