Mara-Fluss droht auszutrocknen

29. Juli 2009, 15:05
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Abholzung von Kenias Mau Forest gefährdet eine der bedeutendsten Touristenattraktion, den Mara-Fluss. Zudem ist das Ökosystem der Massai bedroht

Nairobi - Eine der größten Touristenattraktionen Ostafrikas ist durch die andauernde Abholzung im Mau Forest, dem größten Waldgebiet Kenias, gefährdet. Das berichtete das UN-Umweltprogramm UNEP am Mittwoch in Nairobi. Der Wald ist das Quellgebiet von rund einem Dutzend kenianischer Flüsse, darunter auch des Mara-Flusses entlang der kenianisch-tansanischen Grenze. Jedes Jahr strömen tausende Besucher an den Fluss, um das Naturschauspiel der Wanderung tausender Gnus von ihren Weideplätzen in der tansanischen Serengeti in den kenianischen Nationalpark Massai Mara, zu beobachten. Riesige Herden durchqueren dann den Fluss.

Der UNEP-Studie zufolge droht der Mara-Fluss jedoch langfristig auszutrocknen, wenn die Quellen im Mau-Forest versiegen. Damit wäre das gesamte Ökosystem der Massai Mara mit seinem reichen Tierleben bedroht. "In den kommenden fünf Jahren drohen Wassermangel, Viehsterben und schlechtere Ernten", warnte Henry Ndede, ein Mitarbeiter der Studie. Aus den Flüssen mit Quellen im Mau Forest wird auch der Lake Victoria gespeist, der größte See Afrikas mit großem Vogelreichtum. (APA)

  • Der Mara-Fluss ist überlebenswichtig für die Gnuherden - und damit für den Tourismus in Kenia.
    foto: wikipedia.org/morris pügner

    Der Mara-Fluss ist überlebenswichtig für die Gnuherden - und damit für den Tourismus in Kenia.

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