Höhenflug

24. Juli 2009, 18:21
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Der Präsident nahm die Unterstützung eines BH-Black-Hawk in Anspruch

Wenn ein über 70-Jähriger im Hochgebirge in zwei Tagen von rund 2000 Höhenmeter auf rund 3300 Höhenmeter wandert, ist das schön für ihn, aber nicht besonders aufregend. Es sei denn, er ist Bundespräsident Heinz Fischer und es sind relativ bald Bundespräsidentschaftswahlen.

Dann findet die FPÖ etwas zum Keifen. Fischer sei vom Hubschrauber auf den Gipfel des Piz Buin gebracht worden, er habe Fitness nur vorgetäuscht, behauptet ein gewisser Herbert Kickl. Hier sind erste Anzeichen eines eher üblen Wahlkampfes zu registrieren.

Die Präsidentschaftskanzlei rechnet inzwischen vor, dass Fischer, übrigens ein erfahrener hochalpiner Bergsteiger, vom Hubschrauber nur auf rund 2000 Höhenmeter gebracht wurde, das Bundesheer bestätigt das.

Das Bundesheer? Ja, der Präsident nahm die Unterstützung eines BH-Black-Hawk in Anspruch. Hat er privat bezahlt? Nein, denn der Gipfelsturm erfolgte im Anschluss an seine Teilnahme an einem Manöver der Gebirgsjäger.

Na gut. Haben halt die Black-Hawk-Piloten auch geübt - Hochgebirgslandung mit kostbarer Fracht. Aber ein bisserl schief ist die Optik schon. (Hans Rauscher, DER STANDARD, Printausgabe, 25.7.2009)

  • Hat Fischer privat bezahlt? Nein, denn der Gipfelsturm erfolgte im Anschluss an seine Teilnahme an einem Manöver der Gebirgsjäger.

    Hat Fischer privat bezahlt? Nein, denn der Gipfelsturm erfolgte im Anschluss an seine Teilnahme an einem Manöver der Gebirgsjäger.

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