Fischer: Wenn er antritt, dann unparteiisch

23. Juli 2009, 12:22
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Im "Unterschied" zum ersten Antreten nicht als SP-Kandidat - VP-Chef Pröll empfindet Fischer als "professionell" und "bürgernah"

Wien - Neues Deutungsmaterial für die Spekulationen über Kandidaten der Bundespräsidentenwahl im nächsten Jahr: Der amtierende Präsident Heinz Fischer sagt nach wie vor nicht, ob er antreten wird, sollte er es aber tun, werde er dies unparteiisch und somit im "Unterschied" zu seinem ersten Antreten als SP-Kandidat machen, erklärte er im Interview mit Bundesländerzeitungen (Donnerstagsausgabe). Ebenda sagt indes ÖVP-Obmann Josef Pröll, dessen Onkel Erwin bekanntlich mit einer Kandidatur liebäugelt, weiter nicht, ob die ÖVP einen Kandidaten aufstellt, schickt aber freundliche Signale Richtung Fischer.

Fischer "professionell"

Der habe sein Amt bisher "professionell" ausgeübt, so Pröll. Er attestierte Fischer eine "sehr bürgernahe Politik", und "in puncto Gleichbehandlung der Parteien" gebe es "nichts auszusetzen", so der Vizekanzler. Der sich aber beeilte, hinzuzufügen: "Aber auch das wird keine Benchmark sein, ob wir nun einen Kandidaten aufstellen oder nicht."

Fischer indes sieht sich durch die Debatte, ob die ÖVP jemanden ins Rennen schickt, "keineswegs" als SPÖ-Kandidat positioniert. "Denn die Frage der Zugehörigkeit zu einer politischen Partei ist für mein Amtsverständnis kein Kriterium." Man könne sich "darauf verlassen, dass es einen Unterschied zwischen meiner ersten und einer neuerlichen Kandidatur geben müsste", so der Präsident. (APA)

  • Wenn Politik zu überraschen vermag: VP-Chef Pröll lobt Fischer just für die Führung jenes Amtes, das seinem Onkel Erwin gefiele.
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    Foto: Matthias Cremer

    Wenn Politik zu überraschen vermag: VP-Chef Pröll lobt Fischer just für die Führung jenes Amtes, das seinem Onkel Erwin gefiele.

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