Wiesenthal-Zentrum wütend über Wehrmacht-Modeschau

22. Juli 2009, 10:45
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Rücktritt des Bürgermeisters der Hafenstadt Constanta gefordert

Jerusalem - Das Simon Wiesenthal-Zentrum in Jerusalem hat am Dienstag den Rücktritt eines rumänischen Bürgermeisters gefordert, weil dieser bei einer Modeschau in Wehrmachts-Uniform aufgetreten sein soll. In einer Stellungnahme des Zentrums hieß es, Radu Mazare aus der Hafenstadt Constanta und sein 15-jähriger Sohn hätten bei dem öffentlichen Auftritt Nazi-Uniformen getragen. In einem Brief an den Bürgermeister habe man "Beleidigung und Zorn über das armselige Urteilsvermögen Mazares" ausgedrückt und ihn aufgefordert, sein Amt niederzulegen.

"Es ist heute ausreichend bekannt, dass die Wehrmacht eine aktive Rolle beim Massenmord an den europäischen Juden und an vielen anderen unschuldigen Opfern gespielt hat", sagte der Leiter des Zentrums, Efraim Zuroff. Mazare habe "unangemessene Unterstützung und Nostalgie für eine Armee ausgedrückt, die die schlimmsten Kriegsverbrechen und Akte des Völkermords begangen hat". Er empfahl dem Bürgermeister zudem, die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht" des Hamburger Instituts für Sozialforschung nach Rumänien zu bringen. "In diesem Fall würde zumindest etwas Gutes aus Ihrem unglücklichen Fehler erwachsen.

Mazare hatte sienen umstrittenen Auftritt mit dem argument verteidigt, seine Uniform sei von dem Film "Operation Walküre" inspiriert gewesen. Es befänden sich keine Nazi-Symbole auf der Uniform. "Ich fand diese Uniform sehr schön und habe immer die rigorose Organisation der deutschen Armee bewundert", sagte er zur Zeutung "Evenimentul Zilei.  "(APA)

 

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    Radu Mazare: "Ich fand diese Uniform sehr schön und habe immer die rigorose Organisation der deutschen Armee bewundert

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