Facebook testet vereinfachte Privatsphäre-Optionen

2. Juli 2009, 12:09
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"Altes Schema hat User nur unnötig verwirrt"

Das Social-Networking-Portal Facebook will die Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre seiner Mitglieder gründlich überarbeiten. Die bisherigen Einstellungsmöglichkeiten, die sich über sechs verschiedene Seiten und 40 unterschiedliche Settings erstreckten, sollen dabei deutlich reduziert und vereinfacht werden. Wie Chris Kelly, Chief Privacy Officer bei Facebook, per Blogeintrag wissen lässt, hätte die Kompliziertheit des alten Schemas die Nutzer nur unnötig verwirrt und vielfach dazu geführt, dass diese die weitreichenden Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre gänzlich ignorierten. "Das ist genau der Grund, warum wir in den nächsten Tagen mit einer Reihe von Tests starten werden, die unsere User an ein neues, einfacheres Set an Kontroll- und Verbindungs-Tools heranführen sollen", erklärt Kelly. Ziel sei es, den Nutzern eine bessere Übersicht und Handhabung darüber zu geben, welche Informationen sie mit wem im Internet teilen.

"Mit der Einführung neuer Features haben wir in der Regel auch immer ein dazupassendes neues Privacy-Setting integriert."

"Die Möglichkeit etwas mit anderen zu teilen ist der Grundpfeiler von Facebook. Privatsphäre und Werkzeuge, mit denen festgelegt werden kann, welche Informationen mit wem geteilt werden können, sind für das Vertrauen der Community unverzichtbar", stellt Kelly fest. Im Laufe der vergangenen fünf Jahre habe Facebook gelernt, dass ein effektiver Schutz der Privatsphäre auf drei grundlegenden Prinzipien beruhe: Kontrolle, Einfachheit und Verknüpfung. "Mit der Einführung neuer Features haben wir in der Regel auch immer ein dazupassendes neues Privacy-Setting integriert. Dies hat im Laufe der Zeit zu einer unglaublichen Fülle und Kompliziertheit der Einstellungsmöglichkeiten geführt. Im Zuge des aktuell gestarteten Testlaufs werden alle diese Settings auf einer einzigen Seite vereint", erläutert Kelly. Zudem sollen auch die Auswahloptionen standardisiert und Überlappungen gelöscht werden. Dem Facebook-Privacy-Officer zufolge werden User künftig nur mehr zwischen den Standardeinstellungen "share with the public", "share with friends" und "share with friends of friends" wählen müssen.

"Transition Tool"

Um Nutzern den Umstieg auf das neue Sicherheitsschema zu erleichtern, will Facebook ein spezielles "Transition Tool" einsetzen, das ihnen alle wesentlichen Neuerungen näher bringen soll. Auf Basis seiner alten Einstellungen werden dem User dabei auch Vorschläge unterbreitet, wie er sein persönliches Privatsphäre-Setting in das neue Konzept übertragen kann. "Die Veränderungen bekommt derzeit nur eine kleine Nutzergruppe in den USA zu spüren, die an einem ersten Testlauf teilnimmt. Mitglieder in Deutschland sind von der Umstellung gegenwärtig nicht betroffen", stellt eine Facebook-Sprecherin auf Anfrage von pressetext fest. Bis das neue Schema auch hierzulande eingeführt werde, werde sicherlich noch einige Zeit vergehen. "Die Änderungen werden nicht von heute auf morgen umgesetzt. Das Ganze ist vielmehr als Prozess zu sehen, den wir gemeinsam mit unseren Nutzern bestreiten", so die Sprecherin. "In den nächsten paar Wochen werden wir ein direktes Feedback von den Testgruppen einholen, um zu klären, wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Erst wenn die Test- und Feedbackphase abgeschlossen ist, werden wir das Transition Tool und die neuen Settings für alle Facebook-Mitglieder zur Verfügung stellen", bestätigt Kelly. (pte)

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