Frauen fahren mehr

29. Juni 2009, 16:49
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Frauen fahren sicherer und sparsamer, besitzen kleinere Autos und gehen mit diesen auch vernünftiger um. Der Frauenanteil im Straßenverkehr steigt

Auch wenn so manches Einzelerlebnis im Straßenverkehr dies gefühlsmäßig nicht unbedingt untermauert, etwa wenn Frauen rauchend und telefonierend in riesigen SUVs am Kindergarten vorbeibrettern: Sie fahren sicherer und sparsamer. Viele Studien dokumentieren dies, und es gibt schon gar keine Untersuchung, die das Gegenteil behaupten würde. Sparsamer sind sie vor allem deshalb unterwegs, weil sie im Schnitt eher kleinere Autos besitzen und damit vernünftiger umgehen. Das hat natürlich auch mit der nach wie vor erheblichen Einkommensschere zu tun.

Für die kommenden Jahre erwartet man jedoch eine weitere deutliche Zunahme des Frauenanteils im Straßenverkehr. 2005 etwa kamen laut einer Studie von Shell bei den unter 30-Jährigen auf drei männliche Autobesitzer bereits zwei weibliche. Dieses Verhältnis wird sich bis 2030 noch einmal zugunsten der Frauen verschieben.

Anders bei den über 65-Jährigen: 2005 standen wir bei neun Männern zu zwei Frauen. 2030 wird auch für die über 65-Jährigen in etwa das heutige Verhältnis erwartet: zwei Frauen auf drei Männer. Das heißt nichts anderes, als dass die bereits in jungen Jahren hohe Motorisierung in die nächste Altersgruppe mitgenommen wird. Allerdings bedeutet das nicht, dass die Zahl der Autobesitzer generell über alle Schichten und Geschlechter zunimmt. Bei den Männern nimmt er nämlich schon seit Jahren ab, je jünger desto stärker.

Über alle Altersgruppen bleibt der Motorisierungsgrad bis 2030 bei den Männern etwa gleich, bei den Frauen nimmt er aber zu. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/26.6.2009)

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    Die Frauen kommen. Immer mehr AutobesitzerInnen sind weiblich.

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