Experte: China-Filter mit gefährlichen Sicherheitslücken

26. Juni 2009, 10:30
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Software könnte ausgenutzt werden, um gigantisches Botnet zu schaffen

Ab kommender Woche dürfen PCs in China nur mehr mit der Filter-Software Green Dam-Youth Escort ausgeliefert werden. Ein Sicherheitsexperte hat den Code der Software nun unter die Lupe genommen und ein äußerst schlechtes Zeugnis ausgestellt. Mehrere Sicherheitslücken würden Rechner für Attacken aus dem Internet verwundbar machen.

Botnet-Gefahr

Die Software sei äußerst schludrig programmiert, meint Ben Feinstein von SecureWorks gegenüber Cnet. Es seien Programmiermethoden zum Einsatz gekommen, die andere Unternehmen nicht mehr verwenden würden. Dadurch sei die Software für Angriffe aus dem Web offen. Die Experten gehen davon aus, dass Rechner mit der installierten Software infiltriert werden und zu einem gigantischen Botnet geschaltet werden könnten. Das sei einerseits durch Cyberkriminelle, andererseits durch die Regierung selbst denkbar.

Inhalte blockieren

Green Dam, das von Jinhui Computer Systems Engineering entwickelt worden ist, soll nach Angaben der chinesischen Regierung pornografische Inhalte blockieren. Kritiker befürchten jedoch, dass die Regierung damit auch andere Seiten mit politischen Inhalten oder unerwünschten Spielen aussperren könnte. (red)

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