City und Wieden werden verkleinert

25. Juni 2009, 15:05
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Wieden verzichtet auf Naschmarkt und Hauptbahnhof-Anteil - City verzichtet auf Resselpark-Anteil

Wien - Entscheidung im Grenzkonflikt zweier Wiener Bezirke: Der Landtag hat am Donnerstag mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und Grünen beschlossen, dass die Wieden ihren Anteil am Naschmarkt und am Areal des neuen Hauptbahnhofes abgibt und ihren Grenzverlauf entsprechend anpasst. Dafür wird dem Bezirk der Resselpark am Karlsplatz gänzlich zugesprochen - zuungunsten der Inneren Stadt unter Bezirkschefin Ursula Stenzel (ÖVP).

Bisher lief die Grenze zu Mariahilf durch den Naschmarkt, weshalb die Stände teils im einen, teils im anderen Bezirk lagen. Im Büro des zuständigen Planungsstadtrats Rudolf Schicker (SPÖ) betonte man: "Alle drei Abänderungen ergeben in der Natur besser erkennbare und klarere Abgrenzungen." Man vertrete nach wie vor die Ansicht, dass sich über diese Fragen eigentlich die Bezirke einigen müssten, was bisher auch immer erfolgt sei. Im konkreten Fall jedoch habe es auch nach vielen Gesprächen keine Einigung gegeben, weshalb man irgendwann auch eine Entscheidung treffen musste.

Im April hatte das Bezirksparlament der Inneren Stadt gegen eine Verschiebung der Bezirksgrenze zugunsten des Nachbarn und für den Verbleib der beiden Otto-Wagner-Pavillons, die sich auf der strittigen Fläche befinden, votiert. Bezirkschefin Stenzel hatte damals beschieden: "Der erste Bezirk gibt gar nichts ab." Nun kommt es anders.

Den Abtritt von einigen Tausend Quadratmetern Wiedner Bodens zugunsten Mariahilfs am Naschmarkt und zugunsten Favoritens beim Hauptbahnhof sehe sie pragmatisch,  so Wiedner Bezirkschefin Susanne Reichard. "Wehmut hat nichts damit zu tun".(APA)

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