USA helfen Herstellern bei verbrauchsarmen Autos

23. Juni 2009, 19:59
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5,9 Milliarden Dollar für Ford - 1,6 Milliarden für Nissan-Elektroauto

Washington - Die US-Regierung greift den Autoherstellern mit Milliarden-Krediten bei der Entwicklung verbrauchsarmer Fahrzeuge unter die Arme. Die größte Finanzspitze erhält der US-Autobauer Ford, der 5,9 Mrd. Dollar (4,01 Mrd. Euro) zum Umbau von Fabriken in fünf Staaten erhalten soll, wie US-Energieminister Steven Chu am Dienstag erklärte. Zur Herstellung von Elektroautos bekommt die US-Sparte des japanischen Autobauer Nissan 1,6 Mrd. Dollar und der US-Konzern Tesla 465 Mio. Dollar.

Tesla will auch zusammen mit Daimler Elektroautos bauen. Der Stuttgarter Autobauer ist deshalb im Mai mit zehn Prozent bei Tesla eingestiegen. Chu sagte, man werde auch Kredite an Chrysler und den insolventen Hersteller General Motors rasch prüfen. Die Kredite sind Teil eines 25 Mrd. Dollar schweren Kreditprogramms, mit dem die Regierung die Autobauer bei der Produktion umweltfreundlicher Autos unterstützten will. Auf diese Weise sollen die Hersteller künftig auch die strengeren CO2-Richtlinien einhalten können.

US-Präsident Barack Obama hat im Mai angekündigt, den hohen Spritverbrauch von Autos in Amerika deutlich senken zu wollen. Bis 2016 soll der Benzinverbrauch um knapp 30 Prozent gesenkt werden. Bis spätestens 2016 müssen Pkw in den USA mit einer Gallone (knapp 3,8 Liter) Benzin im Schnitt 35,5 Meilen (rund 57 Kilometer) weit fahren können - zehn Meilen weiter als bislang. Der durchschnittliche Benzinverbrauch pro 100 Kilometer würde damit von derzeit 9,2 Liter auf rund 6,6 Liter sinken. Die neuen Regeln würde den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) auf etwa 150 von derzeit rund 210 Gramm pro Kilometer begrenzen. Das US-Vorhaben bleibt deutlich hinter den strengeren CO2-Grenzwerten in der EU zurück. (APA/Reuters)

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