Wiener Börse schließt am Dienstag leichter

23. Juni 2009, 18:29

Schwache US-Indizes belasten - Durchwachsener Handel

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei moderatem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 17,57 Punkte oder 0,90 Prozent auf 1.941,49 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund zwei Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.943 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,34 Prozent, DAX/Frankfurt +0,29 Prozent, FTSE/London -0,03 Prozent und CAC-40/Paris -0,20 Prozent.

Nach den massiven Kursverlusten am Montag hatte sich die Wiener Börse im Tagesverlauf größtenteils mit etwas festerer Tendenz präsentiert. Händler sprachen von einer Gegenbewegung auf die deutlichen Vortagesverluste. Vor dem Hintergrund einer schwächeren Eröffnungstendenz an den US-Börsen rutschte der heimische Aktienmarkt jedoch im Späthandel erneut ins Minus.

Marktteilnehmer berichteten von einem sehr ruhigen Tag. Vor allem am Vormittag waren die Umsätze sehr gering. Auch wenn am Nachmittag das Volumen etwas anstieg, sei die Sitzung dennoch sehr durchwachsen verlaufen. Ähnlich dünn wie die Umsätze präsentierte sich auch die Meldungslage.

Unter den heimischen Schwergewichten konnten einzig die Aktien der Erste Group mit einem Kursgewinn aus dem Handel gehen - ein Plus von 0,70 Prozent auf 17,32 Euro. Im Sitzungsverlauf hatten die Aktien bereits klare Kursgewinne für sich verbucht, mussten diese jedoch im Späthandel größtenteils wieder abgeben. Ähnlich verlief die Entwicklung auch bei den OMV-Werten. Nachdem die Wertpapiere im Tageshoch bis auf 26,41 Euro geklettert waren, rutschte der Kurs in der letzten Handelsstunde sogar noch ins Minus. Die OMV-Anteilsscheine gingen mit einem minimalen Abschlag von 0,04 Prozent bei 25,39 Euro aus dem Handel.

Verluste bei ATX Top-Five

Deutlich klarer fielen die Verluste bei den übrigen ATX Five-Werten aus. So verloren die Verbund-Aktien 0,30 Prozent auf 33,00 Euro und die voestalpine-Wertpapiere gaben um 2,00 Prozent auf 17,64 Euro nach. Die Werte der Telekom Austria erlitten einen Abschlag von 3,26 Prozent auf 10,40 Euro.

Die heimischen Immobilienwerte zählten überwiegend zu den Gewinnern. Sparkassen Immobilien verteuerten sich um 5,40 Prozent auf 4,10 Euro. Immofinanz schlossen mit einem Aufschlag von 2,10 Prozent bei 1,46 Euro und CA Immo International gewannen 1,11 Prozent auf 3,65 Euro.

Daneben konnten aber auch einige andere Werte am Berichtstag zulegen und somit der negativen Tendenz am Gesamtmarkt erfolgreich trotzen. Mit einem Aufschlag von 3,09 Prozent auf 31,05 Euro konnten bwin an die sehr feste Kursentwicklung der vergangenen Monate anschließen. Die Aktien des Vorarlberger Leuchtenherstellers Zumtobel kletterten um 1,41 Prozent auf 7,21 Euro nach oben. Die Anteilsscheine der Österreichischen Post gingen mit einem Aufschlag von 1,10 Prozent bei 19,30 Euro aus dem Handel.

Mit einem Kursverlust von 2,75 Prozent auf 14,49 Euro zählten Strabag zu den größten Tagesverlierern. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel von 21 auf 16 Euro gesenkt, das Anlagevotum "hold" wurde jedoch bestätigt. Bei ungewöhnlich hohen Umsätzen setzten die Aktien von Raiffeisen International ihre Vortagestalfahrt fort und brachen um 3,48 Prozent auf 22,77 Euro ein. (APA) 

Die zehn größten Kursgewinner von Dienstag

1. SKYEUROPE HOLDING AG +13,33 Prozent
2. AT&S AUSTRIA TECH.&SYSTEMTECH. +7,83 Prozent
3. HIRSCH SERVO AG +7,54 Prozent
4. WEBFREETV.COM MULTIMEDIA AG +7,14 Prozent
5. SPARKASSEN IMMOBILIEN AG +5,40 Prozent
6. SW UMWELTTECHNIK AG +5,05 Prozent
7. BWIN INT. ENTERT. AG +3,09 Prozent
8. A-TEC INDUSTRIES AG +2,43 Prozent
9. KAPSCH TRAFFICCOM AG +2,29 Prozent
10. IMMOFINANZ AG +2,10 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer von Dienstag

1. CHRIST WATER TECHNOLOGY AG -7,11 Prozent
2. AVW INVEST AG -5,03 Prozent
3. MIBA AG VZ KAT. B -4,88 Prozent
4. LENZING AG -4,86 Prozent
5. FRAUENTHAL HOLDING AG -4,10 Prozent
6. BENE AG -3,82 Prozent
7. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG -3,48 Prozent
8. TELEKOM AUSTRIA AG -3,26 Prozent
9. VIENNA INSURANCE GROUP -2,94 Prozent
10. STRABAG SE -2,75 Prozent

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