Mutmaßlicher Milliarden­betrüger stellt sich

19. Juni 2009, 08:29
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Der schillernde US-Geschäfts­mann Allen Stanford hat sich dem FBI ergeben, er soll Kunden um Milliarden gebracht haben

Dallas - Der texanische Milliardär Allen Stanford hat sich nach Angaben seines Anwalts am Donnerstag im US-Staat Virginia der Bundespolizei FBI gestellt. Gegen Stanford und seine Finanzgruppe wird wegen Betrugs ermittelt.

Die US-Börsenaufsicht (SEC) hat Klage gegen ihn und mehrere Spitzenmanager der Stanford Financial Group eingereicht. Sie sollen Kunden um acht Milliarden Dollar (5,75 Mrd. Euro) betrogen haben, indem sie ihnen zum Kauf von Einlagenzertifikaten der Stanford International Bank auf Antigua rieten. Stanford sollte am Freitag in Richmond einem Bundesrichter vorgeführt werden, wie aus Polizeikreisen verlautete. 

Ob im Zusammenhang mit dem Haftbefehl neue Anschuldigungen gegen Stanford erhoben wurden, war zunächst unklar. Mit einer Erklärung des Justizbehörden werde am Freitag gerechnet, hieß es.

Ein zentraler Stützpunkt von Stanfords Finanzimperiums war die karibische Steueroase Antigua. (APA/AP)

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    Die US-Börsenaufsicht beschuldigt Stanford bereits in einer Zivilklage, mit einem sogenannten Schneeballsystem weltweit Anleger um acht Milliarden Dollar geprellt zu haben.

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