Konservatives Pro & Kontra zu Obamas Iran-Politik

17. Juni 2009, 20:29
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Pat Buchanan und Stephen F. Hayes über das Verhältnus Washington-Teheran

Pat Buchanan, ultrakonservativer US-Kommentator und ehemaliger "Cross-Fire"-Talker findet überraschender Weise Worte des Lobes für Obamas jüngste, überaus zurückhaltende Äußerungen zu den Vorgängen im Iran:

Obama hatte Erfolg mit seiner Politik der ausgestreckten Hand, mit seiner Botschaft an den Iran an dessen Nationalfeiertag, seinem Eingeständnis, dass die Amerikaner ihre Hand im Spiel hatten beim Staatsstreich 1953 in Teheran, seiner Versicherung, dass wir Irans Recht auf Atomkraft anerkennen. Er beraubte Ajatollah und Ahmedin-Nejad ihres schlagenden Arguments - dass Amerika auf die Zerstörung des Irans aus ist und sie um eine Verteidigung des Irans nicht herumkommen.

Stephen F. Hayes, Kolumnist der des Republikaner-freundlichen "Weekly Standard" sieht die Sache anders:

Obamas Stellungsnahmen sind enttäuschend, aber nicht überraschend, er ist ein naturgemäß vorsichtiger Politiker (denken Sie nur an seine Reaktion auf die russische Invasion in Georgien). Entweder glaubt Obama tatsächlich daran, dass er sich in bedeutungsvolle Verhandlungen mit Ahmedi-Nedjad einlassen kann, dann ist er ein Narr; oder er glaubt daran, dass ihm seine verschmähten Bemühungen um solche ehrenwerten Verhandlungen Ansehen seitens unserer Verbündeten in Europa und anderswo verschaffen werden In diesem Fall hält er sich selber zum Narren. (DER STANDARD, Printausgabe, 18.6.2009)

 

 

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