Linux goes Multitouch

15. Juni 2009, 13:31
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Forscher veröffentlichen eigene Entwicklung für den Linux-Kernel - Hoffnung auf fixe Aufnahme in den Linux-Kern

Mit der kommenden Release des Grafikservers X.org soll Linux erstmals auch die immer wieder versprochene Multi-Pointer-Unterstützung spendiert bekommen, mit der sich auch Multitouch-Features implementieren lassen würden. Nun haben aber französische Forscher der Luftfahrthochschule ENAC (Ecole Nationale de l'Aviation Civile) in Toulouse einen alternativen Ansatz vorgestellt, der direkt auf Kernel-Ebene ansetzt.

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Mithilfe von angepassten Treibern für Touchscreen werden dabei die Eingaben direkt ausgelesen, der Umweg über den X-Server ist also nicht nötig. Anschließend werden diese Informationen per D-Bus an den jeweiligen Window Manager kommuniziert, der diese natürlich noch richtig interpretieren muss.

Zusätzlich zu den Treibern hat man auch ein Demo veröffentlicht mit dem sich die Effekte ausprobieren lassen. In einem Video zeigt man außerdem einige davon, etwa Zoom und Rotate, alles in Zusammenarbeit mit dem Window / Compositing Manager Compiz implementiert.

Ausblick

Die Entwickler hoffen schon auf eine baldige Aufnahme ihrer Entwicklung in den Kernel, konkret visiert man die Version 2.6.31 an. Erste Teil der angepassten Treiber sind schon im aktuellen Kernel 2.6.30 enthalten. (apo)

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