Weltreise ohne Kofferpacken: Von Linz aus in 80 Tagen um den Globus

9. Juni 2009, 14:32
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Projekt "80+1" ist Kooperation von Linz09, Ars Electronica und voestalpine

Eine Weltreise ohne Kofferpacken kann man von 17. Juni bis 5. September von Linz aus unternehmen. Inspiriert von Jules Vernes Klassiker "In 80 Tagen um die Welt" laden Linz09 und die Ars Electronica in Kooperation mit der voestalpine zu einem virtuellen Trip, der per Satellitenverbindungen und Glasfaserkabel rund um den Globus führt. Im Zentrum der Betrachtung stehen Themen der Zukunft: Migration, Klimawandel, Koexistenz und Biodiversität. Am Dienstag wurde das Programm in einer Pressekonferenz vorgestellt.

Basis Hauptplatz

Basislager der 80 Tage ist der Linzer Hauptplatz, von wo sich regelmäßig ein Fenster zur Welt öffnen soll. Am anderen Ende der Leitung warten Menschen aus anderen Ländern, mit denen die Besucher kommunizieren und interagieren sollen. Von 23. bis 25. Juli beispielsweise kann man - stimmungsvoll um Mitternacht - gemeinsam mit Argentiniern Wiegenlieder singen. Von 15. bis 18. Juni wird live aus Finnland die Mitternachtssonne von der Fassade des Ars Electronica Centers und verschiedenen Monitoren im Stadtgebiet strahlen.

Manchmal wird die Welt aber auch ganz real nach Linz geholt, etwa beim "Bangla Mela", einem typischen Markt aus Bangladesch, am 3. Juli. Die Mitglieder der Linzer und der Wiener Bangladeshi Community werden Musik und Tanz aus ihrer Heimat aufführen. Bei den Standln erhält man bengalische Waren - von Kleidung bis Lebensmittel. Das bunte Treiben soll sich dann mit dem traditionellen Freitagsmarkt am Linzer Hauptplatz mischen.

"Rope in Space"

Weniger weit in die Ferne führt das Projekt "Rope in Space", bei dem man gegen einen Kontrahenten im Wiener Museumsquartier im Tauziehen antreten kann. Die Kraft, mit der ein Spieler am Seil zieht, wird von Sensoren erfasst und über Computer und Internet an das andere Ende übertragen. Bei "Collage Table" können mit digitalen Stiften ausgestattete Teilnehmer an unterschiedlichen Orten gemeinsam auf einem Tisch zeichnen.

Rennfieber herrscht dann am 18. Juli bei der "Formel E", einer Schnitzeljagd mit Elektroautos. Die Teilnehmer müssen auf ihrer Fahrt durch die Stadt die Augen offenhalten, denn unterwegs reagieren beispielsweise Schaufenster auf die vorbeifahrenden, etwa zehn km/h schnellen Wagen und geben den Insassen Anweisungen. Wer eine Reihe kniffliger Aufgaben am schnellsten meistert, kann einen Elektroscooter gewinnen. Nahezu alle Angebote von 80+1 sind kostenlos und öffentlich zugänglich.

Besonders wichtig war den Veranstaltern die Einbindung von Schulen in das Projekt. 20 Schulen aus ganz Oberösterreich und Partnerorten in der ganzen Welt haben gemeinsam an Themen gearbeitet und präsentieren ihre Arbeiten im Basislager am Hauptplatz. Am 5. September kehrt die Karawane dann rechtzeitig zum Ars Electronica Festival nach Linz zurück. Der 81. und damit letzte Tag steht im Rahmen des Symposiums "Cloud Intelligence", bei dem eine neue Weltkarte gezeichnet wird: Sie soll zeigen, wohin unsere Erde sich bewegt. (APA)

 

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