Ugandische Rebellen überfielen Dorf

5. Juni 2009, 23:08
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Zwei Tote - Mehr als hundert Menschen verschleppt

Kinshasa - Im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo haben ugandische Rebellen ein Dorf überfallen und dabei zwei Menschen getötet. Bei den Opfern des Angriffs handle es sich um einen Polizeibeamten und einen Zivilisten, teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) am Freitag mit. Bei dem Angriff auf das Dorf Dakwa in der Provinz Orientale seien am Mittwoch zudem mehr als hundert Menschen entführt worden. Demnach sind 16 Geiseln inzwischen wieder freigelassen worden. Der Überfall auf die Dorfbewohner wurde der ugandischen Lord's Resistance Army (LRA) zugeschrieben.

Die christlich-fundamentalistische LRA kämpft seit 20 Jahren im Norden Ugandas gegen die ugandische Regierung und ist auch im Grenzgebiet der Demokratischen Republik Kongo aktiv. Seit Dezember 2008 tötete die LRA nach UN-Angaben in der Provinz Orientale mehr als tausend Zivilisten. Die Armeen Ugandas, des Kongo und des Sudans hatten Mitte Dezember zwar eine gemeinsame Militäraktion gegen die Rebellen gestartet. Der per Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag gesuchte Rebellenchef Joseph Kony konnte bisher noch nicht gefasst werden. (APA)

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