Fernsehfonds Austria wird zum fünften Geburtstag aufgestockt

4. Juni 2009, 14:36
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RTR-Chef Grinschgl: Koproduktionen sind "ein erfolgreiches Modell, die Kleinheit unseres heimischen Marktes überwinden zu können"

Der Fernsehfonds Austria wird fünf Jahre alt und kann sich zu seinem Geburtstag über eine ansehnliche Finanzspritze der Regierung freuen. Die Mittel der Filmförderung wurden in den vergangenen Wochen von 7,5 auf 13,5 Millionen Euro aufgestockt. Das Hauptaugenmerk der Förderungen liegt auf deutschsprachigen Koproduktionen. Diese Zusammenarbeit von österreichischen und deutschen Produzenten sei "ein erfolgreiches Modell, die Kleinheit unseres heimischen Marktes überwinden zu können", sagte Alfred Grinschgl, Geschäftsführer für den Fachbereich Rundfunk der RTR-GmbH bei der Jubiläumsveranstaltung am Donnerstag.

175 Projekte seit 2004 gefördert

Der Fernsehfonds Austria hat seit seiner Gründung im Jahr 2004 insgesamt 175 Projekte mit 35,5 Millionen Euro gefördert. Unter den Projekten waren 70 Fernsehfilme, 100 Dokumentarfilme sowie vier Staffeln "Soko Donau" und die Serie "Country Kids". Die Gesamtherstellungskosten dieser 175 geförderten Projekte betrugen 233 Millionen Euro.

Zufrieden mit der Entwicklung des österreichischen Filmsektors bilanzierte auch Danny Krausz, Obmann des Fachverbands der Audiovisions- und Filmindustrie. "Die Leistungen der heimischen Filmwirtschaft und Filmschaffenden vertreten Österreich in der Welt im Moment glanzvoll. Jetzt können wir durch die deutlich verbesserten und noch kommenden neuen Maßnahmen verstärkt Impulse an die Wirtschaft im Lande ausbreiten." Medien-Staatssekretär Josef Ostermayer bezeichnete den österreichischen Film als "wichtigen Wirtschaftsfaktor und ein Differenzierungsmerkmal für unseren Medienstandort."

Film- und Fernsehabkommen

Sorge meldete Krausz lediglich wegen des Film- und Fernsehabkommens mit dem ORF an. Hier müsse "nur noch gemeinsam eine Vision für den ORF gelingen", betonte er. Derzeit ist der ORF mit knapp sechs Millionen Euro im Jahr an der Kinofilmfinanzierung beteiligt, im Zug der notwendigen Sparmaßnahmen hatte die ORF-Geschäftsführung angekündigt, schrittweise aus diesem Abkommen aussteigen zu wollen. Kulturministerin Claudia Schmied will das Film- und Fernsehabkommen mit dem ORF gesetzlich verankern lassen - Ostermayer verwies indes wiederholt daraufhin, dass dies nur in Zusammenhang mit einer Teilrefundierung der ORF-Gebührenbefreiungen passieren könne. Diese würde "eine klare Grundlage für die Fortführung des Abkommens" bedeuten. (APA)

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