Kalt-Warm bei Astana

10. Juni 2009, 16:28
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Ausständige Zahlungen an die Fahrer wurden zwar geleistet, wegen fehlender Garantiesumme für Rest der Saison droht nun aber der Lizenzentzug

Paris - Neue Probleme um Astana. Nachdem am Dienstag vermeldet worden war, die Finanzprobleme beim Team um Lance Armstrong seien überwunden droht nun neues Ungemach. Kurz vor dem Start der Tour de France droht der Lizenzentzug. Der Rad-Weltverband UCI habe Astana aufgefordert, die Garantiesumme für den Rest der Saison zu hinterlegen, sagte dessen Präsident Pat McQuaid am Mittwoch in Paris. Das Geld sei bisher jedoch nicht angekommen. Am Donnerstag werde die Lizenzkommission tagen. "Wenn das Geld nicht geschickt wurde, können sie ihre Lizenz verlieren", sagte McQuaid.

Das von Johan Bruyneel geführte Team sorgt seit Wochen wegen seiner Finanzprobleme für Schlagzeilen. Unter anderem hatte es Gehälter der Fahrer nicht bezahlt. Diese Probleme seien mittlerweile gelöst, sagte McQuaid. Die Garantiesumme bis zum 31. Dezember stehe aber noch aus.

Teammanager Johan Bruyneel hatte das Einlangen der ausstehenden Gelder bestätigt. Der kasachische Rad-Verband als Lizenznehmer hatte zusammen mit der Regierung die ausstehenden Gelder zusammengebracht und überwiesen. Das Team wird von den großen Unternehmen aus Kasachstan finanziert.

Die Fahrer hatten die ersten beiden Etappen des Dauphiné Libere mit neutralen Trikots bestritten, trugen aber am Dienstag für das dritte Tagespensum wieder die Leibchen mit den üblichen Aufschriften. Schon im Giro d'Italia hatten die Astana-Fahrer wegen den Zahlungslücken Trikots ohne klar erkennbare Aufschriften getragen. Bruyneel hatte sogar einen Alternativplan entwickelt, um ein neues Team zu gründen und die Astana-Lizenz zu übernehmen. (APA/red)

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