Neue Technologie soll Daten eine Milliarde Jahre speichern

2. Juni 2009, 15:58
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Zehn bis 30 Jahre halten Daten derzeit auf Festplatten und Flash-Speichern

Wissenschaftler der University of California haben eine Technologie entwickelt, mit sich Daten um ein Vielfaches länger als bisher speichern lassen könnten. Die Technologie basiert auf Kohlenstoff-Nanoröhren und könnte das Wissen der Menschheit für über eine Milliarde Jahre bewahren, berichtet Science Now.

Begrenzte Lebensdauer

Digitale Speichertechnologien haben den Nachteil, dass sie nicht besonders langlebig sind. Auf magnetischen Festplatten und Flash-Speichern halten Daten nur etwa maximal 30 Jahre, CDs und DVDs beginnen oft schon früher zu "verrotten". Das sogenannte Domesday-Buch von Wilhelm dem Eroberer aus dem Jahr 1085 konnte in einer kontrollieren Umgebung bis heute konserviert werden. Die 1986 digitalisierte Version habe hingegen nur 20 Jahre gehalten, beschreibt das Magazin.

Eisenkristall

Nanoröhren würden neben Diamenten zu den beständigsten Strukturen in der Natur zählen. Den US-amerikanischen Forschern ist es nun gelungen, einen einzelnen Eisen-Kristall, in einer holen Kohlenstoff-Nanoröhre zu platzieren. Die Nano-Eisenkristalle würden sich bei Anlegen elektrischer Spannung in der Röhre von einem Ende zum anderen bewegen und könnten somit entweder den Status 1 oder 0 anzeigen. Damit könnte Binärcode von Computern dargestellt werden.

Widerstand aus Speicherindustrie

Bis es soweit ist, dass auf Basis der Technologie tatsächlich Speichersysteme entwickelt werden können, sei noch eine Reihe an Tests und Experimente notwendig. Die Forscher rechnen zudem mit Widerstand aus der Speicher-Industrie, deren Produkte damit zumindest vom technologischen Standpunkt aus stark im Nachteil wären. (red)

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