"C'est La vie": Vater spielt die beste Luftgitarre

6. Mai 2009, 16:29
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Der Film "C'est La vie" begleitet eine Familie durch den Alltag – Dazu: die weiteren Kinostarts der Woche

Anspruchsvolles Unterhaltungskino - das heißt zumeist auf höflichere Art: allzu kompromissbereit. Der französische Erfolgsfilm und César-Gewinner C'est la vie (Le premier jour du reste de ta vie) /  So sind wir, so ist das Leben von Rémi Bezançon ist da anders.

Diese Chronik einer ganz normalen Familie - Vater (Jacques Gamblin), Mutter (Zabou Breitman) und drei Kinder -, die von den 70ern bis zur Gegenwart führt, mag von lange bekannten Fehden, Ablösungsprozessen und Geheimnissen erzählen.

Aber Bezançons um Ausgleich bemühtem, oft wohlig sentimentalem Blick auf die Figuren kann man sich nur schwer entziehen; jeder davon bietet der Film, ganz demokratisch, stilistisch hervorgehobene Schwerpunkte, jede erhält einen Tag, an dem sich Entscheidendes im Leben verschiebt.

Dazwischen bleibt aber auch Platz für schöne Nebensächlichkeiten wie einen konzertanten Luftgitarrenwettbewerb. (kam, DER STANDARD/Printausgabe, 07.05.2009)

 

Aus dem Weltall in die Gegenwart
Die weiteren Kinostarts der Woche

Dror Zahavi ("Mein Leben – Marcel Reich-Ranicki") lässt in Alles für meinen Vater einen potenziellen Selbstmordattentäter in Tel Aviv das Leben entdecken.

Außerdem neu: US-Regisseur J. J. Abrams haucht mit Star Trek dem alten Raumschiff Enterprise überzeugend neues Leben ein.

US-Filmemacherin Kelly Reichardt beschreibt in Wendy & Lucy prekäre gegenwärtige Lebensverhältnisse im US-Hinterland.

Das Österreichische Filmmuseum folgt von 8. 5. bis 10. 6. großteils deutschsprachigen Filmexilanten und -exilantinnen an die Destination London.

Das Österreichische Filmarchiv lässt weiterhin die deutsche Spielfilmproduktion 1989 ff. Revue passieren und zeigt bis 5. Juli vor allem Arbeiten, die sich mit deutscher Gegenwart auseinander setzen. (irr)

    <p>David Sowka hat Verständnis für <a href="/1244460640935" target="_self">Journalisten, die Twitter-Meldungen ungeprüft übernehmen</a>.</p>
  • Cruisen durch Tel Avivs Altstadt: Tarek (Shredy Jabarin) und Keren (Hili Yalon)
    foto: filmladen

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  • Im weiten Oregon: Wendy (Michelle Williams) und ihr Hund Lucy
    foto: stadtkino

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  • Hitchcocks "Sabotage" als Teil von "Destination London" im Filmmuseum (9.5., 21:00)
    foto: filmmuseum

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