Neu: Der Gerhard Schedl Musiktheaterpreis

5. Mai 2009, 12:29
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Komponisten und Librettisten winken für ein abendfüllendes Bühnenwerk 25.000 Euro

Wien - Die Neue Oper Wien schreibt in Zusammenarbeit mit dem Musikverlag Doblinger und dem Sponsor BNP Paribas erstmals den Gerhard Schedl Musiktheaterpreis aus. Für das Gewinnerstück - ein abendfüllendes Bühnenwerk von einem Team aus Komponisten und Librettisten - gibt es ein Preisgeld in der Höhe von 25.000 Euro, das Werk wird außerdem 2011 an der Neuen Oper uraufgeführt und bei Doblinger herausgegeben. Komponisten soll sich mit dem Preis die Chance bieten, "sich mit dem schwierigen, aber spannenden Genre des Musiktheaters auseinanderzusetzen, und dabei nicht für die Schublade arbeiten zu müssen", heißt es in den Presseunterlagen zur heutigen Pressekonferenz.

Formale Vorgaben für die eingereichten Werke in deutscher, englischer oder französischer Sprache (Einreichfrist: 12. Oktober) sind eine Besetzung von maximal sieben Sängersolisten ohne Chor, eine Länge von 60 bis 90 Minuten sowie die Ausnahme von Kinderopern. Komponist und Librettist - als Team oder in Personalunion - dürfen das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, weder Musik noch Libretto des eigens komponierten Werks dürfen zuvor veröffentlicht oder aufgeführt worden sein.

Entscheidung im Dezember

Ende November tagt die zehnköpfige Jury, bestehend aus den Regisseuren Johannes Erath und Christian Gangneron, den Komponisten Detlev Glanert und Hannes Heher, dem Librettisten Paul Griffiths, dem Dirigenten Peter Keuschnig, dem Intendanten der Neuen Oper Wien, Walter Kobera, dem Künstlerischen Leiter der Salzburg Biennale, Hans Landesmann, der Chefdramaturgin der Volksoper, Birgit Meyer, und der Doblinger-Verlagsleiterin Angela Pachovsky. Die Bekanntgabe des Siegerwerkes und Erteilung des Kompositionsauftrags erfolgt im Dezember.

Benannt ist ist die Auszeichnung nach dem österreichischen Komponisten Gerhard Schedl (1957-2000), der "ein ganz besonderes Gespür dafür hatte, Stimmungen und Bilder zu erzeugen", wie es in den Presseunterlagen heißt, "und vor allem auf außergewöhnlich faszinierende Weise das zu tun, was ihm besonders wichtig erschien: Geschichten zu erzählen." (APA)

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